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Bis zu 14.500 Euro Strafe für Bärlauchpflücken: Diese strengen Regeln gelten in Österreich

Tips LogoVerena Beneder, LL.B., 15.03.2026 10:52

ÖSTERREICH. In Österreich gilt grundsätzlich: Das Sammeln von wild wachsenden Pflanzen wie Bärlauch ist nicht uneingeschränkt erlaubt. Zwar dürfen Verbraucher kleinere Mengen für den eigentlichen persönlichen Bedarf pflücken, doch entscheidend sind dabei sowohl die Ortseigenschaft des Sammelplatzes als auch die Menge und Art der Entnahme.

Symbolbild: encierro/stock.adobe.com
Symbolbild: encierro/stock.adobe.com

Das Bundesnaturschutzgesetz sieht vor, dass wild lebende Pflanzen an zugänglichen Orten „in geringen Mengen für den persönlichen Bedarf“ entnommen werden dürfen. Diese sogenannte Handstraußregel dient als Orientierungsmaßstab dafür, wie viel geerntet werden darf, ohne gegen Naturschutzgesetze zu verstoßen.

Naturschutzgebiete und besondere Schutzbestimmungen

Während in freien Waldgebieten außerhalb von Schutzgebieten das Sammeln für den Eigenbedarf möglich ist, gilt in Schutzgebieten wie Naturschutz- und Nationalparks ein generelles Pflückverbot. Hier dürfen keine Pflanzen entnommen werden, auch nicht in geringen Mengen. Verstöße werden hier besonders streng geahndet, weil solche Gebiete dem Erhalt von Biotopen und gefährdeten Arten dienen. Zudem ist zu beachten, dass in Österreich keine einheitliche bundesweite Regelung existiert, sondern jeder der neun Bundesländer eigene Naturschutzgesetze und entsprechende Bußgeldkataloge besitzt.

Höhe der Strafen: Mögliche Bußgelder bei Verstößen

Wer die gesetzlichen Bestimmungen missachtet, muss mit Konsequenzen rechnen. Laut aktuellen Berichten können die Bußgelder bei unerlaubtem Sammeln von Bärlauch in Schutzgebieten oder bei Überschreitung der erlaubten Menge mehrere tausend Euro betragen. Dabei sind Strafen von bis zu 14.500 Euro möglich, wenn größere Mengen ohne Genehmigung entnommen wurden.

Darum gibt es so strenge Regeln

Die restriktiven Bestimmungen dienen mehreren Zwecken: Sie sollen verhindern, dass Bärlauchbestände übermäßig ausgebeutet werden, und schützen gleichzeitig andere Arten und empfindliche Lebensräume. Übermäßiges Pflücken kann nicht nur die Pflanze selbst gefährden, sondern auch das gesamte Ökosystem des Waldbodens schädigen. 


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