Allein im Dschungel: Mönch (45) stirbt nach Leopard-Attacke
SRI LANKA. Ein tschechischer Mönch ist im Süden Sri Lankas Opfer eines Leopardenangriffs geworden. Der 45-Jährige lebte zurückgezogen in einer Höhle im Kumana-Nationalpark, wo Suchtrupps später seine Leiche mit schweren Verletzungen fanden.

Ein 45-jähriger tschechischer Mönch ist am Mittwoch, dem 25. März, im Kumana-Nationalpark in Sri Lanka nach einem Leopardenangriff ums Leben gekommen.
Der Verstorbene lebte und meditierte im Kudumbigala Tapovana, einem abgeschiedenen Klostergebiet nahe der Waldklause Bambaragasthalawa, tief im Nationalpark. Der Mönch bewohnte eine abgelegene Felsenhöhle mit historischen Ruinen, die er für seine meditativen Praktiken nutzte.
Leichnam im Wald gefunden
Suchtrupps fanden den Leichnam im Wald, nachdem Besorgnis über sein Verschwinden aufgekommen war. Nach Angaben der Behörden wies der Körper schwere Verletzungen im Hals- und Brustbereich auf, die eindeutig auf einen Leopardenangriff zurückgeführt werden konnten. Ermittler entdeckten zudem klare Leopardenspuren am Fundort.
Lebte in einer Höhle
Obwohl sich in der Region mehrere buddhistische Mönche aufhalten, lebte Nanda Thera bewusst isoliert in der Höhle, um sich intensiver der Meditation zu widmen.
Der Sekretär des Wildlife Conservation Forum, der Umweltschützer Nayanaka Ranwella, erklärte, Naturschützer hätten wiederholt vor den erheblichen Lebensrisiken gewarnt, die mit einem Aufenthalt tief im Inneren des Nationalparks mit hoher Wildtierdichte verbunden seien.
Lebensraum für Leoparden, Elefanten & Co.
Der Kumana-Nationalpark im Südosten Sri Lankas erstreckt sich über etwa 357 km² und wurde 1938 ursprünglich als Vogelschutzgebiet gegründet. Er umfasst Lagunen, Buschland, Waldgebiete und Felsenformationen und ist Lebensraum für Sri-Lanka-Leoparden, Elefanten, Krokodile, Wildschweine und zahlreiche Vogelarten.
Begegnungen zwischen Menschen und Raubtieren sind selten, können jedoch in abgelegenen Waldgebieten lebensgefährlich werden, vor allem wenn Einzelpersonen ohne Schutzmaßnahmen dort leben.
Beamte der Wildtierschutzbehörde sowie die Polizei haben Ermittlungen zu dem Vorfall aufgenommen.


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