Online-Shop entlarven: Diese 5 einfachen Checks schützen vor Betrug beim Online-Kauf
ÖSTERREICH. Ein unschlagbarer Preis kann schnell zur Falle werden. Mit fünf einfachen Checks lassen sich unseriöse Online-Shops vor dem Kauf deutlich besser entlarven.

Wer online einkauft, kennt das mulmige Gefühl kurz vor dem Klick auf den Kaufen-Button. Das Angebot wirkt perfekt, der Preis scheint unschlagbar und trotzdem bleibt die Unsicherheit. Genau hier lohnt sich ein genauer Blick. Denn unseriöse Shops lassen sich oft an mehreren klaren Merkmalen erkennen. Digital-Experte Thomas Phillip Reiter von billit.de rät dazu, das Bauchgefühl durch Wissen zu ersetzen.
Sicher ist nicht automatisch seriös
Ein erster Blick sollte immer in die Adresszeile des Browsers gehen. Beginnt die Internetadresse mit „https://“, ist die Verbindung verschlüsselt. Auch ein Schloss- oder Regler-Symbol zeigt, dass die technische Übertragung gesichert ist. Das ist zwar ein gutes Zeichen, reicht aber allein nicht aus. Denn eine verschlüsselte Seite sagt noch nichts darüber aus, ob der Anbieter dahinter tatsächlich vertrauenswürdig ist.
Das Impressum verrät viel
Besonders wichtig ist das Impressum. In Deutschland müssen seriöse Online-Händler dort klar angeben, wer hinter dem Shop steht. Dazu gehören Name, Adresse und eine Kontaktmöglichkeit. Fehlt ein Impressum komplett oder passt die angegebene Adresse nicht zum deutschsprachigen Auftritt des Shops, ist Vorsicht angesagt. Gerade bei Fakeshops ist dieser Bereich oft lückenhaft, unklar oder bewusst irreführend gestaltet.
Bei der Bezahlung trennt sich die Spreu vom Weizen
Auch die angebotenen Zahlungsmethoden sind ein entscheidender Hinweis. Vertrauenswürdige Shops bieten meist mehrere Optionen an, etwa Rechnung, Lastschrift oder PayPal. Alarmstufe Rot gilt, wenn Kunden am Ende nur per Vorkasse oder Überweisung zahlen sollen. Denn überwiesenes Geld lässt sich in vielen Fällen nicht mehr zurückholen. Deutlich sicherer sind Lastschrift oder Kauf auf Rechnung, weil Käufer hier mehr Kontrolle behalten.
Dumpingpreise sind oft Lockmittel
Ein weiteres klares Warnsignal ist der Preis. Wenn ein Markenprodukt plötzlich nur halb so viel kostet wie bei allen anderen Anbietern, steckt dahinter oft kein Schnäppchen, sondern eine Falle. Solche Lockangebote sollen Kunden zu schnellen Entscheidungen verleiten. Am Ende kommt entweder gar keine Ware an oder nur minderwertige Billigware.
Im Zweifel hilft die schnelle Online-Prüfung
Wer unsicher bleibt, sollte den Shopnamen im Internet suchen und Begriffe wie „Erfahrungen“ oder „Bewertung“ ergänzen. Finden sich kaum Informationen, kann auch das verdächtig sein. Zusätzliche Hilfe bietet der Fakeshop-Finder der Verbraucherzentrale. Dort lässt sich die Internetadresse eines Shops direkt prüfen.


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