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Trump spricht erneut über mögliche Kanada-Invasion

Tips LogoManuel Tonezzer, 06.04.2026 15:15

KANADA/USA. US-Präsident Donald Trump hat sich in einem Buch des britischen Journalisten Robert Hardman zu einer möglichen Kanada-Invasion geäußert. In der Vergangenheit drohte er Kanada mehrfach und bezeichnete das NATO-Mitglied gar als „51. Bundesstaat“.

n der Vergangenheit hatte Trump bereits mehrfach öffentlich angekündigt, Kanada an die USA anschließen zu wollen. So solle das Nachbarland der »51. Bundesstaat« werden. Foto: APA-Images / REUTERS / Evan Vucci

In der Vergangenheit hat US-Präsident Donald Trump mehrfach öffentlich angekündigt, Kanada an die USA anschließen zu wollen. Erst im vergangenen Jänner deutete er mithilfe einer von KI erzeugten Fotomontage an, dass er neben Grönland auch Kanada unter die Kontrolle der Vereinigten Staaten bringen will.

Nun soll US-Präsident Donald Trump allerdings erklärt haben, dass er Kanada nicht angreifen werde. Ausschlaggebend dafür könnte ausgerechnet die britische Monarchie sein. Das geht aus dem Buch „Elizabeth II: In Private. In Public. The Inside Story“ des britischen Journalisten und Royal-Experten Robert Hardman hervor, das derzeit in der „Daily Mail“ vorab veröffentlicht wird. Das Werk zeichnet ein Porträt der verstorbenen Queen Elizabeth II., behandelt aber auch die Rolle ihres Sohnes und Nachfolgers König Charles III. Im Zuge seiner Recherchen sprach Hardman auch mit Trump.

Kritik an kanadischen Politikern

In Gesprächen mit Hardman soll Trump gefragt haben, ob Kanada König Charles weiterhin als Staatsoberhaupt anerkenne. „Erkennen sie den König noch an? Oder haben sie damit aufgehört?“, zitiert der Autor den Präsidenten.

Als Hardman bestätigte, dass Kanada weiterhin Teil des Commonwealth sei und der Monarch formell Staatsoberhaupt bleibe, habe Trump seine Kritik an der kanadischen Politik geäußert und die dortigen Politiker als „schrecklich“ bezeichnet. 

Monarchie bremst Trumps Kanada-Pläne

Dennoch räumte Trump laut Hardman auch ein, dass eine Auseinandersetzung mit Kanada und dessen „200 Jahren Geschichte“ in seiner verbleibenden Amtszeit kaum zu bewältigen sei. „Das war das Nächste, was ich je zu einer Anerkennung gehört habe, dass Herr Trump Kanada nicht verdrängen würde, solange das Land den König als Staatsoberhaupt hat“, schrieb Hardman.

Der Autor betont zudem Trumps große Wertschätzung für die verstorbene Königin Elizabeth II. Auch ihren Sohn Charles habe der Präsident ausdrücklich gelobt, offenbar ein entscheidender Faktor dafür, dass seine zuvor schärferen Töne gegenüber Kanada zuletzt nachließen.

Trump drohte Kanada in der Vergangenheit

In früheren Äußerungen hatte Trump mehrfach darüber spekuliert, Kanada wirtschaftlich unter Druck zu setzen oder enger an die USA zu binden. Diese Drohungen sind während seiner zweiten Amtszeit jedoch seltener und weniger drastisch geworden.

Stattdessen beschränkten sie sich zuletzt häufig auf verbale Seitenhiebe gegen den kanadischen Premierminister, den Trump wiederholt als „Gouverneur Carney“ bezeichnete.


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