Britisches Königshaus: Erneut Ärger wegen Andrew
LONDON. Im britischen Königshaus wächst erneut der Unmut über Prinz Andrews Platz in der Thronfolge. Trotz des Rückzugs aus dem öffentlichen Royal Leben und entzogener Ehren bleibt der 66 Jährige weiter auf einem vorderen Rang der Reihenfolge.

Wie Merkur am 9. April 2026 berichtet, sollen König Charles III. und Prinz William hinter den Kulissen frustriert darüber sein, dass Andrew nicht einfach aus der Thronfolge gestrichen werden kann. Der Hintergrund ist nicht eine aktuelle Entscheidung des Palasts, sondern die starre Rechtslage rund um die britische Krone.
Andrew steht nach wie vor auf Platz acht der Thronfolge. Damit bleibt seine Position formal bestehen, auch wenn er seit Jahren politisch und öffentlich stark belastet ist und keine offizielle Rolle mehr im engeren Kreis des Königshauses spielt.
Alte Regeln lassen kaum Spielraum
Die Reihenfolge der Thronfolge ist rechtlich abgesichert und kann nicht durch einen einfachen Schritt des Monarchen geändert werden. Maßgeblich sind historische Regelungen, die später weiterentwickelt wurden und Änderungen nur in einem engen verfassungsrechtlichen Rahmen zulassen.
Hinzu kommt, dass die Nachfolge der Krone nicht nur Großbritannien allein betrifft. Änderungen an den Regeln haben traditionell auch Bedeutung für die weiteren Staaten, in denen derselbe Monarch Staatsoberhaupt ist. Das macht einen Eingriff politisch heikel und juristisch aufwendig.
Andrew bleibt formell erfasst
Offiziell wird Andrew auf der Website des Königshauses weiterhin in der Thronfolge geführt. Vor ihm liegen Prinz William und seine Kinder sowie Prinz Harry mit dessen Kindern. Andrew folgt danach noch vor seiner Tochter Beatrice.
Damit bleibt die Kluft zwischen öffentlicher Wahrnehmung und formaler Rechtslage bestehen. Für den Palast ist das heikel, weil eine symbolisch wichtige Frage offen bleibt, ohne dass kurzfristig eine einfache Lösung erkennbar ist.


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