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Neuer Michael Jackson Film enttäuscht Kritiker

Tips LogoNiklas Killinger, 22.04.2026 08:37

HOLLYWOOD. Die Verfilmung des Lebens von Michael Jackson sorgt kurz nach ihrer ersten Vorstellung für kontroverse Diskussionen. Das groß angelegte Werk von Regisseur Antoine Fuqua steht aufgrund seiner einseitigen Darstellung massiv in der Kritik.

Hollywood-Biopic Michael unter der Lupe. Trotz starker schauspielerischer Leistung wird die Darstellung des Superstars als zu einseitige PR-Maßnahme bemängelt. (Symbolbild); Foto: KI-generiert

Wie The Guardian am 21. April 2026 berichtet, werfen Experten der Produktion eine zu glatte und wenig tiefgründige Aufarbeitung der Lebensgeschichte vor. In der Hauptrolle des rund 160 Minuten langen Films ist Jaafar Jackson zu sehen, ein Neffe des verstorbenen Weltstars.

Die Biografie widmet sich dem Aufstieg des Musikers von seinen Anfängen mit den Jackson 5 bis zum globalen Erfolg als King of Pop. Trotz der schauspielerischen Leistung wird bemängelt, dass die Produktion durch die enge Einbindung des Jackson-Nachlasses spürbar an Objektivität verliere.

Kontroversen finden nur wenig Raum

Die schweren Missbrauchsvorwürfe gegen den Sänger werden in der Handlung nur oberflächlich thematisiert. Anstatt einer kritischen Auseinandersetzung werden diese Ereignisse primär als belastende Faktoren für die Karriere des Künstlers dargestellt.

Die juristischen Konflikte und die massive mediale Aufmerksamkeit wirken in der Inszenierung oft wie nebensächliche Begleitumstände. Damit bleibt das Biopic laut ersten Rezensionen weit hinter den Erwartungen an eine ehrliche und unabhängige Biografie zurück.

Fokus liegt auf musikalischen Darbietungen

Stattdessen konzentriert sich der Film intensiv auf die musikalischen Meilensteine und die Vorbereitungen der großen Welttourneen. Die aufwendigen Tanzszenen und die Rekonstruktion ikonischer Live-Momente nehmen einen wesentlichen Teil der gesamten Spielzeit ein.

Zwar kommen Bewunderer der Musik durch die detaillierten Choreografien auf ihre Kosten, doch für eine psychologische Tiefe fehle es dem Drehbuch an Mut. Letztlich vermittle die Produktion eher den Eindruck einer genehmigten Werbemaßnahme für das Erbe des verstorbenen Künstlers.


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