Eisheilige halten Österreichs Gärtner weiter in Alarmbereitschaft
ÖSTERREICH. Von 11. bis 15. Mai stehen die Eisheiligen im Kalender. Für viele Hobbygärtner und Landwirte bleibt die Zeit heikel, weil Bodenfrost junge Pflanzen schädigen kann. In Österreich ist das Risiko vor allem in höheren Tälern und ungünstigen Lagen noch ein Thema.

Rund um die Eisheiligen stellt jedes Jahr die Frage, ob Mitte Mai noch einmal Kälte kommt. Für Österreich zeigen Auswertungen der GeoSphere Austria aber: Frost tritt rund um die Eisheiligen nicht überdurchschnittlich häufig auf.
Trotzdem bleibt Vorsicht sinnvoll. Denn empfindliche Pflanzen wie Paradeiser, Gurken, Paprika, Zucchini oder Balkonblumen reagieren schon auf kurze Kältereize empfindlich. Besonders kritisch sind klare Nächte mit wenig Wind.
Frostgefahr sinkt im Mai
Die GeoSphere Austria hat Daten aus mehreren Jahrzehnten ausgewertet. Demnach nimmt die Wahrscheinlichkeit für Bodenfrost im Laufe des Mai deutlich ab. Am größten ist das Risiko im ersten Monatsdrittel, zur Zeit der Eisheiligen ist es bereits geringer.
In vielen bewohnten Regionen Österreichs kommt Bodenfrost im Mai nur alle paar Jahre vor. In höher gelegenen Tälern ist die Gefahr aber größer. Beispiele dafür sind Lienz in Tirol oder Irdning in der Steiermark.
Alte Regel bleibt Orientierung
Die Eisheiligen gehen auf alte Bauernregeln zurück. Genannt werden meist Mamertus am 11. Mai, Pankratius am 12. Mai, Servatius am 13. Mai, Bonifatius am 14. Mai und die kalte Sophie am 15. Mai.
Meteorologisch ist das Datum aber keine sichere Grenze. Kaltlufteinbrüche können im Mai vorkommen, sie halten sich aber nicht immer an den Kalender. Entscheidend bleibt die konkrete Prognose für die jeweilige Region.
Pflanzen besser geschützt lassen
Wer empfindliche Jungpflanzen bereits ins Freie gesetzt hat, sollte Vlies, Hauben oder Töpfe bereithalten. Auch ein geschützter Standort an der Hauswand kann helfen. Kübelpflanzen lassen sich in frostgefährdeten Nächten einfach näher ans Haus oder in einen hellen Innenraum stellen.
Für Gärten in Tälern, Mulden und höher gelegenen Orten gilt weiter besondere Aufmerksamkeit. Dort kann es am Boden deutlich kälter werden als die offizielle Lufttemperatur vermuten lässt.
Quelle: GeoSphere Austria


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