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Trockenheit in Österreich: Warum der Regen die Dürre kaum stoppen konnte

Tips LogoThomas Leitner, 08.05.2026 10:32

ÖTERREICH. Der Regen brachte nur kurz Hoffnung. In vielen Regionen Österreichs bleibt es dramatisch trocken. Besonders Zwettl und Tamsweg kämpfen mit massiven Defiziten.

Regen brachte nach langer Trockenheit nur wenig Entlastung (Foto: Romolo Tavani/adobe.stock)
Regen brachte nach langer Trockenheit nur wenig Entlastung (Foto: Romolo Tavani/adobe.stock)

Der ersehnte Regen ist gekommen – doch die große Entspannung blieb aus. In weiten Teilen Österreichs bleibt die Trockenheit trotz Niederschlägen der vergangenen Tage ein ernstes Thema.

Regen half nur punktuell

In den vergangenen 48 Stunden hat es zwar fast überall in Österreich geregnet. Nur im Wald- und Mostviertel blieb der Niederschlag weitgehend aus. Doch laut GeoSphere Austria waren die Mengen vielerorts viel zu gering. Wirklich signifikante Niederschläge wurden nur im Innviertel, im Wechselgebiet und im Mürztal gemessen.

Besonders deutlich zeigt sich die Lage in Zwettl. Dort fielen von 1. März bis 7. Mai nur 22 Millimeter Regen. Im langjährigen Mittel wären es 101 Millimeter. Das entspricht einem Defizit von rund 80 Prozent.

Lungau besonders betroffen

Noch dramatischer ist die Situation in Tamsweg im Lungau. Dort wurden im selben Zeitraum nur zehn Millimeter Niederschlag gemessen. Das Defizit liegt bei knapp 90 Prozent. Klimatologe Alexander Orlik von der GeoSphere Austria erklärt: „Auch in Tamsweg hat es geregnet. Allerdings nur zwei Millimeter von Donnerstag auf Freitag.“ Von Entspannung könne dort keine Rede sein.

Etwas besser sieht es im Wiener Becken aus. In Wiener Neustadt kamen am Donnerstag 20 Millimeter Regen dazu. Trotzdem fehlen dort weiterhin rund 50 Prozent auf den Mittelwert.

Auch Städte bleiben zu trocken

Auch Wien, Linz und Klagenfurt liegen deutlich unter den üblichen Niederschlagsmengen. Wien kam von 1. März bis 7. Mai nur auf 39 statt 108 Millimeter, Linz auf 30 statt 130 Millimeter und Klagenfurt auf 26 statt 124 Millimeter.

Selbst am Loiblpass, wo in den vergangenen 72 Stunden immerhin 45 Millimeter Regen gefallen sind, bleibt die Lage zu trocken.

Entspannung bleibt aus

Das Fazit der GeoSphere Austria fällt klar aus: Der Regen hat regional geholfen, die Trockenheit aber nicht beendet. „Bis auf ein paar Ausnahmen – Semmering, Wechsel, Wiener Becken, Burgenland und Innviertel – ist es in nahezu ganz Österreich aber weiterhin sehr trocken“, sagt Alexander Orlik.


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