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Drama in Bayern: Streit um reservierte Poolliegen endet mit 7.900 Euro Entschädigung

Tips LogoVerena Beneder, LL.B., 09.05.2026 18:05

NÜRNBERG. Eskalation in Deutschland: In einem Luxushotel in der Region Nürnberg in Bayern ist es zu einem heftigen Streit im Saunabereich gekommen. Auslöser war die übliche Praxis des „Reservierens“ von Liegen mit Handtüchern und Bademänteln.

Symbolbild: maho/stock.adobe.com
Symbolbild: maho/stock.adobe.com

Berichten zufolge gerieten zwei Hotelgäste dabei extrem aneinander, nachdem ein Gast mehrere Liegen für sich beansprucht hatte und nicht nutzte. Gleichzeitig akzeptierte er es nicht, dass jemand anders die Liegen nutzen wollte.

Streit um Liegen eskaliert körperlich

Die Situation verschärfte sich, als ein Gast die abgelegten Gegenstände von den reservierten Liegen entfernte und sich dort selbst hinlegte. Als der ursprüngliche Nutzer zurückkehrte, entwickelte sich zunächst ein verbaler Konflikt. Der Streit endete schließlich in einer körperlichen Auseinandersetzung, bei der es zu einem Faustschlag kam. Dabei erlitt einer der Beteiligten eine Verletzung im Gesichtsbereich, einschließlich eines Nasenbeinbruchs, der medizinisch behandelt werden musste.

Gericht bewertet Verhalten beider Seiten

Der Fall wurde später zivilrechtlich vor dem Landgericht Nürnberg-Fürth verhandelt. Das Gericht stellte fest, dass beide Seiten nicht regelkonform gehandelt hatten. Das bloße Reservieren von Liegen mit persönlichen Gegenständen wurde als unzulässig eingeordnet. Gleichzeitig wurde klargestellt, dass das eigenmächtige Entfernen fremder Gegenstände ebenfalls nicht erlaubt ist und stattdessen das Hotelpersonal hätte eingeschaltet werden müssen.

Schadensersatz und Mitverschulden

Aufgrund der körperlichen Eskalation wurde dem verletzten Gast ein Anspruch auf Schmerzensgeld und Schadensersatz zugesprochen. Insgesamt ergab sich ein Betrag von rund 7.900 Euro. Gleichzeitig berücksichtigte das Gericht ein Mitverschulden des Verletzten in Höhe von etwa 25 Prozent, da dieser die Situation ebenfalls mitverursacht hatte. 


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