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WIEN. Österreich könnte im Sommer 2026 häufiger mit Hitze, schwüler Luft und kräftigen Gewittern zu tun bekommen. Grund ist ein wahrscheinlicher El Niño im tropischen Pazifik. Im Winter 2026/27 könnten mildere, nassere und stürmischere Wetterlagen wahrscheinlicher werden.

Nach La Niña erwärmt sich der Pazifik deutlich. Wettermodelle sehen mögliche Folgen für Sommer und Winter in Mitteleuropa. (Symbolbild); Foto: KI-generiert

Im Pazifik deutet sich nach der jüngsten La Niña Phase ein rascher Umschwung an. Wie Merkur.de am 18. Mai 2026 berichtet, zeigen Wettermodelle eine deutliche Erwärmung im äquatorialen Pazifik.

Das US Klimazentrum NOAA sieht inzwischen eine Wahrscheinlichkeit von 82 Prozent, dass sich El Niño zwischen Mai und Juli 2026 entwickelt. Mit 96 Prozent wird dort angegeben, dass das Phänomen bis in den Winter 2026/27 anhält.

El Niño ist ein natürliches Wetterphänomen im tropischen Pazifik. Dabei erwärmt sich das Oberflächenwasser vor der Westküste Südamerikas deutlich stärker als üblich. Diese Veränderung kann Luftströmungen weltweit beeinflussen und dadurch auch Wetterlagen in Europa mitprägen.

Folgen für Österreich bleiben unsicher

Für Österreich bedeutet El Niño kein fixes Extremwetter. Das Phänomen kann aber großräumige Luftströmungen beeinflussen und damit Wetterlagen in Europa verändern.

Im Sommer könnten Hitzephasen intensiver werden. Treffen warme Luftmassen auf feuchte Luft, steigt das Risiko für kräftige Gewitter, Starkregen und lokale Unwetter, besonders in Regionen mit Alpenstau.

Winter könnte milder ausfallen

Besonders im Winter 2026/27 könnte El Niño spürbarer werden. Für Mitteleuropa sind dann häufiger Atlantik Tiefs möglich, die milde Luft, Regen und einzelne Sturmlagen bringen können.

Ob Österreich tatsächlich stark betroffen ist, bleibt offen. Entscheidend sind neben El Niño auch andere Faktoren wie der Polarwirbel, die Atlantiktemperaturen und die genaue Lage der Tiefdruckgebiete.


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