Somalischer WM-Schiri darf wegen Terrorverdachts nicht in die USA einreisen
MIAMI/USA. Die US-Regierung verteidigt die Einreisesperre gegen den somalischen WM-Schiedsrichter Omar Artan. Der Offizielle sollte bei der Fußball-WM 2026 im Einsatz sein, wurde am Flughafen Miami aber abgewiesen. Hintergrund sind Sicherheitsbedenken und ein bislang nicht öffentlich belegter Vorwurf.

Wie ntv am 10. Juni 2026 berichtet, begründet die US-Seite die Entscheidung damit, dass Artan angeblich mit mutmaßlichen Mitgliedern terroristischer Organisationen in Verbindung stehe. Öffentliche Beweise dafür liegen laut Bericht derzeit nicht vor.
Artan selbst weist die Darstellung zurück. Er gab an, die nötigen Unterlagen und ein gültiges Visum gehabt zu haben. Nach seiner Ankunft in Miami soll er stundenlang befragt und anschließend in eine Einzelzelle gebracht worden sein.
Somalia steht unter verschärfter Prüfung
Der Fall fällt in eine angespannte Phase vor der Fußball-WM 2026 in den USA, Kanada und Mexiko. Somalia gehört zu jenen Staaten, deren Staatsangehörige bei der Einreise in die USA besonders streng überprüft werden.
Laut dem Bericht fragten US-Grenzbeamte Artan unter anderem zu seiner Reise, zur politischen Lage in Somalia und zur Terrormiliz Al-Shabaab. Am Ende durfte der Schiedsrichter nicht einreisen und musste weiter nach Istanbul reisen.
Auch Iran-Funktionäre betroffen
Nicht nur Artan ist von den Visa-Entscheidungen betroffen. Auch mehrere Funktionäre des iranischen Fußball-Verbandes dürfen laut US-Seite nicht in die USA einreisen.
Der iranische Verband will sich dennoch nicht an eine enge Reisevorgabe halten. Die Mannschaft soll wie geplant mit Charterflügen zu den Spielen in die USA reisen und dort vor den jeweiligen Partien eintreffen.
FIFA steht vor heikler WM-Frage
Für die WM-Organisatoren ist der Fall heikel. Artan war als Schiedsrichter eingeplant, seine Teilnahme ist durch die Entscheidung der US-Behörden aber praktisch blockiert.
Unklar bleibt, ob es noch eine Lösung geben kann. Solange die US-Regierung an der Entscheidung festhält, droht dem somalischen Referee der Verlust seines WM-Einsatzes.


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