Trauer im Königshaus: Prinzessin stirbt mit 47 Jahren
BANGKOK/THAILAND. Schock und Trauer im Königshaus: Nach mehr als drei Jahren im Koma hat das thailändische Königshaus den Tod einer seiner bekanntesten Persönlichkeiten bekannt gegeben.

Berichten zufolge starb die Prinzessin am Donnerstagabend, 11. Juni 2026, in einem Krankenhaus in Bangkok. Ihr Gesundheitszustand hatte sich in den vergangenen Monaten zunehmend verschlechtert.
Jahrelanger Kampf
Die 47-Jährige war seit Dezember 2022 in ärztlicher Behandlung, nachdem sie während eines Hundetrainings plötzlich zusammengebrochen war. Damals hatte der Palast erklärt, eine schwere Mykoplasmen-Infektion habe zu erheblichen gesundheitlichen Komplikationen geführt. In den folgenden Jahren wurde nur selten über ihren Zustand gesprochen. Bekannt wurde jedoch, dass sie dauerhaft intensivmedizinisch betreut werden musste. Im Verlauf ihrer Erkrankung traten weitere schwerwiegende Probleme auf, darunter Infektionen, Herzrhythmusstörungen sowie Funktionsstörungen mehrerer Organe. Die Behandlung erfolgte zuletzt unter Einsatz medizinischer Geräte und unterstützender Medikamente. Am 11. Juni 2026 erlag die Prinzessin schließlich den Folgen ihrer langjährigen Erkrankung.
Beeindruckende Laufbahn
Bei der Verstorbenen handelt es sich um Prinzessin Bajrakitiyabha Mahidol, die älteste Tochter von König Maha Vajiralongkorn. Sie wurde am 7. Dezember 1978 geboren und galt als eine der angesehensten Persönlichkeiten der thailändischen Monarchie. Im Gegensatz zu vielen anderen Mitgliedern des Königshauses verfolgte sie eine eigenständige berufliche Laufbahn. Nach ihrem Jurastudium an der Thammasat-Universität setzte sie ihre Ausbildung in den Vereinigten Staaten fort und erwarb an der Cornell University weitere akademische Abschlüsse im Bereich Rechtswissenschaften. Anschließend arbeitete sie zunächst bei der thailändischen Vertretung bei den Vereinten Nationen in New York, bevor sie in ihre Heimat zurückkehrte und als Staatsanwältin tätig wurde.
Einsatz in Österreich
Internationale Anerkennung erhielt die Prinzessin vor allem durch ihr Engagement für die Rechte von Frauen im Strafvollzug. Sie setzte sich für eine menschenwürdigere Behandlung weiblicher Gefangener und für Maßnahmen zur gesellschaftlichen Wiedereingliederung ein. Darüber hinaus übernahm sie Aufgaben für die Vereinten Nationen und war als Botschafterin Thailands in Österreich tätig.

