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TIROL. Mit dem Euregio-Projekt DIGIWAY sollen Bergtouren künftig sicherer werden. Neue digitale Werkzeuge unterstützen Wanderer bei der Tourenplanung und zeigen erstmals Absturzgefahren entlang von Bergwegen.

LHStv Philip Wohlgemuth und LHStv Josef Geisler machen sich im alpinen Gelände ein Bild von dem Projekt DIGIWAY. (Foto: Land Tirol/Christanell)

Nach zweieinhalb Jahren Projektlaufzeit wurden die Ergebnisse des grenzüberschreitenden Projekts auf der Seegrube oberhalb von Innsbruck präsentiert. Wie das Land Tirol am 26. Juni mitteilte, entstand unter anderem eine digitale Ausgesetztheitskarte, die kritische Wegabschnitte mit erhöhtem Absturzrisiko sichtbar macht. Das rund 700.000 Euro teure Projekt wurde zu 90 Prozent aus EU-INTERREG-Mitteln finanziert.

Absturzgefahr auf einen Blick

Kernstück von DIGIWAY ist eine flächendeckende Ausgesetztheitskarte für Tirol, Südtirol und Trentino. Sie bewertet Bergwege mit vier Farbstufen von Grün bis Rot und zeigt an, welche Folgen ein möglicher Sturz an einer bestimmten Stelle haben könnte.

Grundlage sind hochauflösende Geländemodelle sowie amtliche Wegedaten. Laut den Projektverantwortlichen stimmen die Ergebnisse sehr gut mit den tatsächlichen Gegebenheiten überein. Auch die Auswertung alpiner Unfallstatistiken zeigt, dass sich tödliche Abstürze überwiegend in den rot markierten Bereichen ereignen.

Einheitliche Orientierung im Alpenraum

Ein weiteres Ergebnis des Projekts ist ein digitales Vergleichstool für Wegeklassifikationen. Es erleichtert die Orientierung über Landesgrenzen hinweg, da Wanderwege in Tirol, Südtirol, Trentino oder der Schweiz unterschiedlich eingestuft werden.

Das dreisprachige Tool stellt die jeweiligen Systeme direkt gegenüber und erklärt deren Bedeutung. Dadurch können Bergwanderer die Schwierigkeit einer Tour besser einschätzen.

Gemeinsame Datenbank für Bergwege

Erstmals werden außerdem amtliche Wegedaten aus Tirol, Südtirol und Trentino in einer gemeinsamen Datenbank gebündelt. Eine eigens entwickelte Software gleicht die unterschiedlichen Datensätze automatisch an.

Die Informationen stehen künftig kostenlos über den Open Data Hub des NOI Techpark zur Verfügung. Sie sollen nicht nur Wandernden helfen, sondern auch Anwendungen für Tourenplanung, Besucherlenkung, Rettungseinsätze und Naturschutz ermöglichen.


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