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WELT. El Niño ist zurück und verändert die Wetterlage rund um den Globus. Aktuelle Klimadaten zeigen deutlich zu warme Meere im tropischen Pazifik. Bis zum Winter 2026/27 könnte sich das Wetterphänomen weiter verstärken.

Weltmeere werden immer wärmer (Foto: Tom Leitner)
Weltmeere werden immer wärmer (Foto: Tom Leitner)

Die US-Wetterbehörde NOAA hat für Juni einen El Niño bestätigt. Auch internationale Prognosen gehen davon aus, dass das Phänomen in den kommenden Monaten anhält und stärker wird.

Besonders auffällig sind die Temperaturen im Pazifik. In der wichtigen Niño-3.4-Region lag die jüngste wöchentliche Abweichung Mitte Juni bereits bei rund plus 1,7 Grad Celsius. Damit bewegt sich die Entwicklung klar in Richtung eines mindestens moderaten Ereignisses.

Weltmeere erreichen Rekordwerte

Auch die übrigen Ozeane sind ungewöhnlich warm. Copernicus meldete am 21. Juni neue Rekordwerte für die globale Meeresoberflächentemperatur zu dieser Jahreszeit. Je nach Messreihe lagen die Werte bei 20,86 Grad Celsius beziehungsweise 21,0 Grad Celsius.

Warmes Meerwasser ist ein wichtiger Motor für Wetterextreme. Es gibt zusätzliche Energie an die Atmosphäre ab, verstärkt Verdunstung und kann Starkregen, Überschwemmungen sowie kräftigere Stürme begünstigen.

Dürre, Starkregen und Hitze möglich

El Niño verschiebt die gewohnten Wind und Strömungsmuster im tropischen Pazifik. Vor Südamerika erwärmt sich das Meer besonders stark, während sich in anderen Weltregionen Niederschlagsmuster verändern.

In Teilen Südostasiens, Indonesiens und Australiens steigt dadurch häufig das Risiko für Trockenheit und Waldbrände. In anderen Regionen nimmt die Gefahr für Starkregen, Überschwemmungen und Erdrutsche zu.

Stärke bleibt noch unsicher

Die Weltorganisation für Meteorologie rechnet mit einer hohen Wahrscheinlichkeit, dass El Niño mindestens bis in den Herbst anhält. Die NOAA sieht sogar die Möglichkeit, dass sich das Ereignis bis zum Winter 2026/27 deutlich verstärkt.

Ob daraus ein sehr starker El Niño wird, bleibt noch offen. Klar ist aber: Das Klimaphänomen trifft auf ohnehin außergewöhnlich warme Meere. Dadurch können Wetterextreme weltweit wahrscheinlicher und intensiver werden.

 


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