Milliardenangebot von Konkurrenz setzt PayPal unter Druck
SAN JOSE/VEREINIGTE STAATEN. Der Zahlungsdienst PayPal steht laut einem Medienbericht vor einem möglichen Übernahmeangebot. Stripe und der Finanzinvestor Advent International sollen 60,50 US Dollar je Aktie bieten. Eine Entscheidung von PayPal liegt bisher offenbar nicht vor.

Wie t-online am 15. Juli 2026 berichtet, hätten zwei mit der Sache vertraute Personen ein gemeinsames Angebot von Stripe und Advent bestätigt. Der gebotene Preis läge demnach rund 28 Prozent über dem Schlusskurs der PayPal Aktie vom Dienstag.
Die Finanzierung soll über Bankzusagen von rund 50 Milliarden US Dollar abgesichert sein. Stripe und Advent würden PayPal laut dem Bericht zu gleichen Teilen übernehmen wollen.
PayPal reagiert vorerst nicht
Eine Stellungnahme von PayPal oder Stripe gab es zunächst nicht. Advent äußerte sich demnach ebenfalls nicht zu den Angaben.
Stripe gilt als direkter Konkurrent von PayPal, richtet sich aber stärker an Unternehmen. PayPal ist breiter im Online Bezahlen für Privatkunden und Händler verankert.
Konkurrenz setzt Konzern unter Druck
PayPal zählt zu den frühen großen Anbietern digitaler Zahlungen. In den vergangenen Jahren nahm der Druck durch Dienste wie Apple Pay und Google Pay aber deutlich zu.
Der Börsenwert des Unternehmens ist seit dem Pandemiehoch stark gesunken. 2021 lag er noch bei rund 360 Milliarden US Dollar, zuletzt erreichte er laut Bericht ein Jahrestief von etwa 36 Milliarden US Dollar.
Umbau soll Wachstum bringen
Seit März führt Enrique Lores PayPal als Konzernchef. Das Unternehmen hatte seine Bestellung offiziell mit 1. März 2026 bekanntgegeben.
Lores leitete bereits einen Umbau ein. Das operative Geschäft wurde in mehrere Einheiten gegliedert, darunter Venmo sowie Bereiche für Zahlungen und Kryptowährungen.


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