Urlauber aufgepasst: 2 Meter langer Raubfisch sorgt am Gardasee für Unruhe
VERONA/ITALIEN. Im Süden des Gardasees breitet sich der Riesenwels aus. Die Region Venetien stellt 100.000 Euro bereit, damit Berufsfischer die invasive Art gezielter fangen können.

Wie t-online am 28. Juli 2026 berichtet, hat sich der ursprünglich aus Mittel und Osteuropa stammende Fisch am Gardasee inzwischen dauerhaft angesiedelt. Besonders im südlichen Seebereich werden immer wieder große Tiere gefangen.
Riesenwelse können mehr als zwei Meter lang werden und stehen weit oben in der Nahrungskette. Sie fressen heimische Fischarten, vermehren sich rasch und haben in den Gewässern kaum natürliche Feinde.
Geld für Netze und Kühlung
Das Förderprogramm richtet sich an registrierte Fischereibetriebe aus der Provinz Verona. Pro Betrieb sind bis zu 20.000 Euro vorgesehen, etwa für spezielle Netze, Kühlsysteme und weitere Ausrüstung zum Fang der Tiere.
Neben dem Schutz der heimischen Fischbestände verfolgt die Region auch ein wirtschaftliches Ziel. Der gefangene Wels soll verstärkt als Speisefisch vermarktet werden und den wenigen verbliebenen Berufsfischern zusätzliche Einnahmen bringen.
Weitere Maßnahmen werden geprüft
Auch die Autonome Provinz Trient fischt die Welse bereits gezielt. In der Lombardei wird laut Bericht ein Projekt geprüft, bei dem Apnoetaucher die Fische unter Wasser erlegen könnten.
Ob und wann diese Maßnahme umgesetzt wird, ist noch offen. Die Verantwortlichen wollen die Ausbreitung der Art eindämmen und das ökologische Gleichgewicht des Gardasees schützen.


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