Deutscher stirbt nach Bakterien-Infektion bei Baden in Ostsee
BERLIN/DEUTSCHLAND. In Berlin ist ein Mensch nach einer Infektion mit Vibrionen gestorben. Die Gesundheitsämter meldeten 2026 bisher drei Erkrankungen, die vermutlich mit Kontakt zu Meer- oder Brackwasser in Mecklenburg-Vorpommern zusammenhängen.

Wie das Berliner Landesamt für Gesundheit und Soziales am 28. Juli 2026 berichtet, handelte es sich bei allen Betroffenen um Menschen über 75 Jahre. Sie hatten Wundinfektionen, zwei Fälle entwickelten sich zu schweren Blutvergiftungen.
Der tödliche Verlauf betraf eine Person aus dieser Risikogruppe. Besonders gefährdet sind ältere Menschen sowie Personen mit geschwächtem Immunsystem, Diabetes, Leber- oder schweren Herzerkrankungen.
Warme Ostsee begünstigt Bakterien
Vibrionen kommen natürlicherweise in Süß-, Brack- und Salzwasser vor. Bei Temperaturen über 20 Grad können sie sich stark vermehren, vor allem in flachen und schnell erwärmten Küstenbereichen.
Die Ostsee gilt wegen ihres vergleichsweise niedrigen Salzgehalts als besonders anfällig. Infektionen können entstehen, wenn offene Wunden mit belastetem Wasser in Berührung kommen.
Früher Start der Saison
Bis zur 29. Kalenderwoche wurden in Berlin bereits drei Infektionen registriert. Im Durchschnitt der Vorjahre war zu diesem Zeitpunkt erst ein Fall gemeldet worden.
2025 verzeichneten die Berliner Behörden zwei Erkrankungen, 2023 und 2024 jeweils fünf. Die Fachleute führen den frühen Beginn der Saison auf die rasche Erwärmung der Küstengewässer zurück.


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