Neue EU-Kontrollen verlängern Wartezeiten an Flughäfen
EUROPA. Neue digitale Grenzkontrollen der EU führen an mehreren großen europäischen Flughäfen zu längeren Warteschlangen. In Frankfurt, München und Amsterdam mussten Reisende zuletzt deutlich mehr Zeit bei der Einreise einplanen.

Wie die Financial Times am 9. August 2026 berichtet, stiegen die Spitzenwartezeiten am Flughafen München von 31 auf 60 Minuten. In Amsterdam verlängerten sie sich demnach von 80 Minuten auf bis zu zwei Stunden.
Betroffen sind vor allem Reisende aus Nicht EU Staaten, die für einen Kurzaufenthalt in den Schengenraum einreisen. Das neue Entry Exit System erfasst bei der Einreise unter anderem Passdaten sowie biometrische Daten.
Zusätzliche Schritte bei der Einreise
Bei der ersten Registrierung im System müssen Reisende ein Foto abgeben und je nach Fall Fingerabdrücke erfassen lassen. Die zusätzlichen Kontrollen können den Ablauf an stark frequentierten Flughäfen verlangsamen.
Die EU will mit dem System Ein und Ausreisen digital dokumentieren und die bisher üblichen Passstempel ersetzen. Für Reisende empfiehlt es sich, vor allem zu Stoßzeiten ausreichend Zeit für die Grenzkontrolle einzuplanen.
Flughäfen passen Abläufe an
Flughäfen und Behörden stehen vor der Aufgabe, Personal, Kontrollspuren und technische Abläufe an die neuen Vorgaben anzupassen. Wie rasch sich die Wartezeiten stabilisieren, hängt auch von der Auslastung der einzelnen Standorte ab.
Für Passagiere aus Österreich sind besonders Umsteigeverbindungen über große Drehkreuze wie Frankfurt, München oder Amsterdam relevant. Bei knappen Anschlüssen kann die Einreise künftig mehr Zeit beanspruchen.








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