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DEUTSCHLAND. Sinkende Pegel am Rhein belasten die Schifffahrt und erhöhen Transportkosten. Das kann sich auf Preise für Treibstoff, Waren und die Wasserversorgung auswirken.

Sinkende Wasserstände am Rhein erschweren die Schifffahrt und erhöhen Transportkosten für Industrie und Handel. (Symbolbild); Foto: Alexey Slyusarenko/stock.adobe.com

Am Pegel Kaub am Mittelrhein drohen Wasserstände im einstelligen Zentimeterbereich. Frachtschiffe könnten dann nur noch einen kleinen Teil ihrer üblichen Ladung aufnehmen oder einzelne Strecken nicht mehr befahren.

Wie Focus online berichtet, stiegen die Kosten für eine Tonne Tankerfracht von Rotterdam nach Karlsruhe innerhalb eines Monats von 45 auf bis zu 140 Euro. Unternehmen müssten Güter bei Niedrigwasser auf mehrere Schiffe, Bahn oder Lkw verteilen.

Folgen für Treibstoff und Industrie

Der Rhein ist eine zentrale Verkehrsachse für Rohstoffe, Chemieprodukte und Mineralöl. Geringere Lademengen machen Transporte teurer und können mehr Verkehr auf Straßen und Schienen bringen.

Höhere Transportkosten bedeuten nicht automatisch steigende Preise an der Zapfsäule. Sie können aber die Kosten für Treibstoffe und Waren erhöhen. Das Kiel Institut für Weltwirtschaft rechnet bei 30 Tagen Niedrigwasser mit einem Rückgang der deutschen Industrieproduktion von rund einem Prozent.

Wasser und Landwirtschaft unter Druck

Lange Trockenphasen belasten auch die Trinkwasserversorgung. In einzelnen Gemeinden in Bayern wurde Wasser laut Bericht bereits mit Tankwagen zu Hochbehältern gebracht. Neue Brunnen, Leitungen und Speicher können die Versorgung sichern, verursachen aber zusätzliche Kosten.

Auch die Landwirtschaft kämpft mit Ertragseinbußen und höheren Ausgaben für Bewässerung. Ob Lebensmittel deutlich teurer werden, hängt jedoch von den Ernten in anderen europäischen Ländern, Importen und der weiteren Wetterentwicklung ab.

Dürre bleibt Kostenfaktor

Zusätzliche Belastungen können auch am Strommarkt entstehen, wenn Kraftwerke wegen warmer und wasserarmer Flüsse weniger Energie erzeugen. Die genannten Mehrkosten für Haushalte sind Szenarien, keine verbindliche Prognose.

Entspannt sich die Lage durch anhaltenden Regen, könnten sich Pegelstände und Transportbedingungen wieder verbessern. Die aktuellen Entwicklungen zeigen aber, wie stark Wirtschaft und Versorgung von ausreichend Wasser abhängen.


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