Schwere Waldbrände in Kroatien: So ist die Lage in den Urlaubsregionen
KROATIEN. Die Waldbrände an Kroatiens Adriaküste haben mehrere beliebte Urlaubsregionen getroffen. Besonders rund um Omiš mussten Tausende Menschen ihre Unterkünfte verlassen – auch nach dem Ende der Brände gibt es noch Einschränkungen für Reisende.

Die Waldbrände an Kroatiens Adriaküste haben in mehreren Urlaubsregionen Schäden angerichtet.
Besonders schwer traf es die Gegend um Omiš. Mehr als 2000 Menschen mussten dort ihre Unterkünfte verlassen, zudem wurden mehr als 40 Menschen verletzt. Inzwischen hat sich die Lage vielerorts beruhigt, die Folgen der Brände sind jedoch noch spürbar.
Für Reisende stellen sich damit wichtige Fragen: Wo hat es gebrannt? Welche Ferienorte waren betroffen? Und was müssen Urlauber beachten, wenn ihr Reiseziel von einem Waldbrand betroffen ist? Ein Überblick über die aktuelle Lage.
Waldbrände in Kroatien: Welche Ferienorte sind betroffen?
Der schwerste Brand brach am Donnerstagabend, 13. August, bei Omiš in Dalmatien aus. Der Küstenort liegt rund 20 Kilometer südlich von Split. Das Feuer breitete sich entlang der Küste von Mimice über Lokva Rogoznica bis nach Omiš aus.
Die Löscharbeiten wurden mit einem Großaufgebot geführt. 286 Feuerwehrleute waren mit 93 Fahrzeugen im Einsatz, zusätzlich wurde Verstärkung aus mehreren Regionen Kroatiens nach Dalmatien gebracht. Auch aus der Luft wurde das Feuer bekämpft. Vier Löschflugzeuge des Typs Canadair CL-415 waren im Einsatz.
Am Dienstag, 18. August, war der Brand bei Omiš laut kroatischen Medienberichten nicht mehr aktiv. Rund um Lokva Rogoznica und Omiš gilt die Lage inzwischen als stabil. Die Einsatzkräfte sind jedoch weiterhin mit Nachlöscharbeiten und Kontrollen beschäftigt.
Waldbrand auf Pelješac weitgehend unter Kontrolle
Weiter südlich kämpften die Einsatzkräfte gegen einen großen Waldbrand auf der Halbinsel Pelješac. Betroffen war das Gebiet zwischen Kuna Pelješka und Potomje in der Gespanschaft Dubrovnik-Neretva.
Nach Angaben kroatischer Medien konnte der Brand weitgehend unter Kontrolle gebracht werden. Die Einsatzkräfte konzentrieren sich inzwischen auf Sicherungs- und Nachlöscharbeiten. Rund 240 Feuerwehrleute waren mit 60 Fahrzeugen und drei Löschflugzeugen im Einsatz.
Auch für Urlauber ist die Situation auf Pelješac relevant. Die Landesstraße DC414, die wichtigste Verkehrsverbindung der Halbinsel, ist abschnittsweise nur einspurig befahrbar. Auch die Lokalstraße zwischen Kuna Pelješka und Pijavičino ist betroffen.
Feuer auf Dugi Otok gelöscht
Am 14. August brach zudem auf der Insel Dugi Otok ein größerer Brand aus. Einsatzkräfte vom Festland wurden per Fähre auf die Insel gebracht. Insgesamt waren rund 45 Feuerwehrleute mit 15 Fahrzeugen an den Löscharbeiten beteiligt.
Das Feuer konnte unter Kontrolle gebracht und schließlich gelöscht werden. Die Feuerwehr blieb anschließend zur Kontrolle vor Ort. Laut kroatischem Feuerwehrchef Slavko Tucaković hatten die Brände in Kroatien teilweise erhebliche Schäden an Häusern, Cafés, Restaurants, Autos und Booten verursacht.
Weitere Brände im Raum Zadar
Auch im Raum Zadar kam es zu mehreren Bränden. Zwischen Ninski Stanovi und Žerava brach am Freitag ein Flächenbrand aus. Die Feuerwehr wurde dabei von zwei Löschflugzeugen unterstützt. Noch am selben Abend war das Feuer unter Kontrolle.
Die Polizei nahm inzwischen vier Personen fest, die im Verdacht stehen, Brände im Raum Zadar gelegt zu haben.
Am Sonntag, 16. August, wurde zudem ein Feuer bei Jovići-Slivnica gemeldet. Rund 50 Feuerwehrleute waren mit 17 Fahrzeugen im Einsatz. Auch dieser Brand ist mittlerweile unter Kontrolle.
Verkehrsbehinderungen nach den Bränden
Die Waldbrände haben auch Auswirkungen auf den Verkehr. Nach Angaben des kroatischen Automobilclubs HAK ist die Umgehungsstraße DC553 bei Omiš derzeit für alle Fahrzeuge gesperrt.
Auf der Halbinsel Pelješac ist die Landesstraße DC414, eine wichtige Verkehrsverbindung, abschnittsweise nur einspurig befahrbar. Auch auf der Lokalstraße zwischen Kuna Pelješka und Pijavičino kommt es zu Einschränkungen.
Darüber hinaus herrscht auf mehreren Autobahnabschnitten rund um Zagreb erhöhtes Verkehrsaufkommen. Betroffen sind unter anderem die Bereiche zwischen den Knotenpunkten Zagreb zapad und Lučko sowie zwischen Zagreb istok und Zagreb zapad.
Das müssen Urlauber wissen:
Für Urlauber bedeutet das: Auch wenn die akute Brandgefahr in den betroffenen Regionen inzwischen vielerorts gebannt ist, können Sperren, Umleitungen und Nachlöscharbeiten die Anreise weiterhin beeinträchtigen.
Wer in den kommenden Tagen an die dalmatinische Küste oder auf die Halbinsel Pelješac reist, sollte deshalb die aktuelle Verkehrslage und Hinweise der örtlichen Behörden prüfen.








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