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DR KONGO. Die Ebola-Epidemie in der Demokratischen Republik Kongo breitet sich weiter aus. Inzwischen wurden in sieben weiteren Gesundheitszonen Infektionen registriert, während die Zahl der Erkrankten und Todesfälle weiter steigt.

Die Ebola-Epidemie in der Demokratischen Republik Kongo breitet sich weiter aus. Foto: APA-Images / Eyevine / Shi Yu Xinhua

Die Ebola-Epidemie in der Demokratischen Republik Kongo breitet sich weiter aus.

Inzwischen wurden in sieben weiteren Gesundheitszonen erstmals Infektionen festgestellt. Gleichzeitig steigt die Zahl der Erkrankten und Todesfälle weiter an. Hilfsorganisationen warnen vor einer dramatischen Verschärfung der Lage und fordern dringend zusätzliche internationale Unterstützung.

Ebola-Virus erreicht neue Regionen

Nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation (WHO) wurden zuletzt in Gombari in der Provinz Haut-Uélé, Lubero in Nord-Kivu sowie in Bafwasende, Kabondo, Tshopo, Wanie-Rukula und Buta erstmals Ebola-Fälle registriert. Damit erreicht das Virus zunehmend neue Regionen.

Seit Beginn des Ausbruchs am 15. Mai haben sich nach den neuesten Daten der Gesundheitsbehörden 5290 Menschen mit dem Virus infiziert. 2516 Erkrankte sind bereits gestorben. Weitere 1152 Menschen gelten als genesen, während sich rund 840 weiterhin in Isolation oder in Krankenhäusern befinden.

Die aktuelle Sterblichkeitsrate liegt damit bei 47,6 Prozent. Die Kontaktverfolgung erreicht laut den Behörden derzeit eine Quote von 82,9 Prozent.

Besonders stark betroffen ist weiterhin die Provinz Ituri. Dort wurden mehr als 80 Prozent der bestätigten Infektionen und knapp 80 Prozent der Todesfälle registriert. Gleichzeitig breitet sich die Epidemie geografisch immer weiter aus.

Vereinte Nationen schlagen Alarm

Die Vereinten Nationen (UNO) schlagen angesichts der Entwicklung Alarm. Julien Harneis, leitender Ebola-Koordinator der UN, warnte vor einem kritischen Mangel an finanziellen Mitteln für die Bekämpfung des Ausbruchs. Die vorhandenen Ressourcen würden nur noch für wenige Wochen reichen.

„Unsere Mittel reichen nur noch für die nächsten Wochen, und schon bald werden sie erschöpft sein“, sagte Julien Harneis, leitender Ebola-Koordinator der Vereinten Nationen in einer Medienmitteilung am Freitag (21. August).

Jede Verzögerung bei der Finanzierung und Umsetzung der notwendigen Maßnahmen mache die Epidemie tödlicher, schwieriger einzudämmen und zugleich teurer.

Helfer benötigen Unterstützung

Die Helfer benötigen daher dringend internationale Unterstützung, um Infizierte zu behandeln, Kontaktpersonen aufzuspüren und weitere Übertragungen zu verhindern.

Angesichts der Ausbreitung auf immer mehr Gesundheitszonen wächst die Sorge, dass sich der Ausbruch ohne zusätzliche Hilfe noch weiter ausweiten könnte.


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