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KROATIEN. Vor der kroatischen Insel Žirje soll ein mehr als drei Meter langer Hai neben einem Boot aufgetaucht sein. Das Video sorgt in den sozialen Medien für Diskussionen – doch wie gefährlich sind Haie im Mittelmeer tatsächlich?

Auch der Makohai ist im Mittelmeer heimisch. Symbolbild: stock.adobe.com/Darin Sakdatorn
Auch der Makohai ist im Mittelmeer heimisch. Symbolbild: stock.adobe.com/Darin Sakdatorn

Ein mehr als drei Meter langer Hai soll vor der kroatischen Insel Žirje neben einem Boot aufgetaucht sein. Ein Video des vermeintlichen Vorfalls ging in den sozialen Medien viral, sorgte jeodhc auch für Diskussionen.

Bislang ist nämlich nicht eindeutig belegt, ob die Aufnahmen tatsächlich vor Žirje entstanden sind und ob es sich bei dem Tier um einen Makohai handelt.

Fest steht allerdings: Haie sind im Mittelmeer keineswegs eine Seltenheit – und auch wenn Haisichtungen bei Urlaubern schnell für Nervosität sorgen, ist die Gefahr eines Angriffs äußerst gering. Haie sind im Mittelmeer keineswegs eine Seltenheit.

Haie im Mittelmeer heimisch

Denn Haie gehören ganz selbstverständlich zum Ökosystem des Mittelmeers – insgesamt sind dort 47 verschiedene Haiarten heimisch. Für Badegäste stellen sie jedoch normalerweise keine ernsthafte Gefahr dar.

Vielmehr sind die Tiere selbst massiv bedroht: Mehr als die Hälfte der im Mittelmeer vorkommenden Hai-, Rochen- und Chimärenarten gilt laut Weltnaturschutzunion IUCN als vom Aussterben bedroht.

Überfischung und insbesondere Beifang haben die Bestände vieler Arten im Mittelmeer drastisch reduziert. Laut IUCN gelten 56 Prozent der dort vorkommenden Haiarten als gefährdet.

Haiangriffe äußerst selten

Jeden Sommer sorgen Berichte über Haie an Badestränden für Aufregung. Tatsächlich sind unprovozierte Haiangriffe weltweit selten und im Mittelmeer besonders ungewöhnlich.

Die International Shark Attack File des Florida Museum of Natural History erfasst weltweit seit Jahrhunderten dokumentierte Haiangriffe. 

Haie suchen normalerweise nicht die Nähe von Menschen und haben kein grundsätzliches Interesse daran, Schwimmer anzugreifen.

Begegnungen können zwar vorkommen, ein Hai im Wasser bedeutet deshalb aber noch lange keine Gefahr. Wer einem Tier begegnet, sollte Abstand halten, es nicht verfolgen oder anfassen und das Wasser ruhig verlassen.

Auch Weiße Haie leben im Mittelmeer

Was viele Urlauber überrascht: Auch der Weiße Hai lebt im Mittelmeer. Die Tiere wurden unter anderem in der Adria, im Sizilianischen Kanal und in der Ägäis nachgewiesen.

Mit einer Länge von bis zu rund sechs Metern gehört er zu den größten Raubfischen der Welt. Seinen Namen verdankt er der charakteristischen weißen Färbung an der Unterseite seines Körpers.

Riesenhai 2025 vor Korcula gesichtet

Für staunende Gesichter kann auch der Riesenhai sorgen, der vergangenes Jahr vor der kroatischen Insel Korcula gesichtet wurde. Er ist nach dem Walhai der zweitgrößte Fisch der Welt und kann mehr als zehn Meter lang werden. Trotz seiner gewaltigen Größe ist er für Menschen völlig ungefährlich.

Denn der Riesenhai ernährt sich von Plankton und filtert dafür riesige Mengen Meerwasser durch sein weit geöffnetes Maul – bis zu rund 2.000 Tonnen pro Stunde.

Haie haben im Mittelmeer also weit mehr zu bieten als den Schrecken, den ihr Ruf bei so manchem Urlauber auslöst. Während die Gefahr für Menschen äußerst gering ist, sind viele der faszinierenden Tiere selbst vom Aussterben bedroht – und damit längst schützenswert statt fürchtenswert.


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