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RAMAT GAN/ISRAEL. Auch der israelische Fußballverband unterstützt Gianni Infantino nicht mehr bei einer weiteren Kandidatur als FIFA-Präsident. Verbandschef Moshe Shino Zuares begründete den Schritt mit einem schweren Vertrauensverlust zwischen UEFA und FIFA.

Auch der israelische Fußballverband zieht seine Unterstützung für FIFA-Präsident Gianni Infantino zurück. (Symbolbild); Foto: Vladimir - stock.adobe.com

Wie WEB.DE berichtet, informierte der israelische Verband die FIFA in einem Schreiben über den Rückzug seiner bisherigen Unterstützung. Zuares ist auch Mitglied des UEFA-Exekutivkomitees.

Hintergrund sind unterschiedliche Vorstellungen über die Führung des Weltfußballs. Der Verband sieht den Konflikt zwischen Europas Fußballunion UEFA und der FIFA demnach als grundsätzliche Frage der Zusammenarbeit.

Spannungen nach Kongress in Vancouver

Die Entscheidung folgt auf einen angespannten Auftritt beim jüngsten FIFA-Kongress in Vancouver. Infantino hatte dort versucht, die Vertreter der israelischen und palästinensischen Verbände zu einer öffentlichen Geste des Dialogs zu bewegen.

Der palästinensische Verbandspräsident Jibril Rajoub verweigerte jedoch den Handschlag mit dem israelischen Vertreter. Der Versuch des FIFA-Präsidenten, den Konflikt auf der Bühne zu entschärfen, blieb damit erfolglos.

Dialog soll dennoch weitergehen

Trotz des Rückzugs will der israelische Verband den Austausch mit anderen Fußballverbänden fortsetzen. Ziel sei es, wieder zu einer gemeinsamen Linie bei wichtigen Fragen des Weltfußballs zu kommen.

Für Infantino bedeutet der Schritt zusätzlichen Druck innerhalb des internationalen Fußballs. Die Spannungen zwischen FIFA und UEFA waren zuletzt auch wegen Fragen der Verbandsführung stärker sichtbar geworden.


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