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NIEDERÖSTERREICH. Ein emotionales Finale in Grafenegg: Rudolf Buchbinder beendet nach 20 Jahren seine Ära als künstlerischer Leiter – und bleibt dem Festival dennoch eng verbunden.

Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner mit Pianist Rudolf Buchbinder. (Foto: NLK Pfeiffer)
Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner mit Pianist Rudolf Buchbinder. (Foto: NLK Pfeiffer)

Mit einem großen Konzertabend ist am Sonntag die Sommersaison in Grafenegg zu Ende gegangen. Gleichzeitig verabschiedete sich Rudolf Buchbinder nach 20 Jahren als künstlerischer Leiter des Festivals. Gemeinsam mit dem Orchestra Giovanile Luigi Cherubini stand der Pianist ein letztes Mal in dieser Funktion auf der Bühne. Riccardo Muti, der ursprünglich dirigieren sollte, musste krankheitsbedingt absagen.

„Du hast die Welt nach Grafenegg gebracht“

Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner würdigte Buchbinders jahrzehntelanges Engagement mit persönlichen Worten: „20 Jahre lang hast du für Grafenegg alles gegeben: deine Leidenschaft, deine Liebe zur Musik und dein Streben nach höchster Qualität. Du hast die Welt nach Grafenegg gebracht und Grafenegg in die Welt getragen.“

Unter Buchbinders Leitung entwickelte sich das Festival zu einer international renommierten Bühne für große Orchester, Dirigenten und Solisten. Gleichzeitig setzte der Pianist stark auf Nachwuchsförderung und gab jungen Talenten die Möglichkeit, von international bekannten Musikern zu lernen.

48.000 Besucher in einer Saison

Buchbinder selbst zog eine emotionale Bilanz: „20 Jahre Grafenegg waren für mich ein großes Geschenk. Die Begeisterung unseres Publikums, die vielen außergewöhnlichen Künstlerinnen und Künstler und die einzigartige Atmosphäre dieses Ortes haben diese Zeit unvergesslich gemacht.“

Insgesamt lockten 31 Konzerte rund 48.000 Besucher nach Grafenegg. Neben dem Festival standen unter anderem Sommerklänge, Sommernachtsgala und Familientag auf dem Programm.

Ganz verabschiedet sich Buchbinder allerdings nicht: Er bleibt Grafenegg als Präsident des Festivals, Künstler und Wegbegleiter erhalten. Mikl-Leitner brachte es beim Finale auf den Punkt: „Das, was du geschaffen hast, bleibt.“


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