TV-Moderatorin nach Drogenprozess zum Tode verurteilt
KAIRO/ÄGYPTEN. Ein Strafgericht in Kairo hat die ägyptische TV-Moderatorin Sarah Khalifa und elf weitere Angeklagte zum Tod durch Erhängen verurteilt. Das Urteil fiel am Samstag in einem Verfahren wegen Drogenhandels und illegalen Waffenbesitzes.

Wie Der Spiegel am 7. September 2026 berichtet, zählt Khalifa in Ägypten zu den bekannten Fernsehgesichtern. Sie moderierte unter anderem die Sendung „Mission Impossible“ beim privaten Sender al-Mehwar.
Das Gericht sah es als erwiesen an, dass die Verurteilten einer organisierten kriminellen Gruppe angehörten. Diese soll Materialien zur Herstellung synthetischer Drogen beschafft und für den Handel verwendet haben.
Vorwürfe rund um Drogen und Waffen
Neben den Vorwürfen im Zusammenhang mit Drogen wurden die Angeklagten auch wegen des Besitzes nicht genehmigter Schusswaffen und Munition verurteilt. Sieben weitere Beschuldigte sprach das Gericht frei.
Vor der Entscheidung war der Fall dem ägyptischen Großmufti vorgelegt worden. Dieses Verfahren ist bei Todesurteilen im Land vorgesehen. Die Stellungnahme ist rechtlich nicht bindend, wird von den Gerichten aber berücksichtigt.
Todesstrafe weiterhin Teil des Strafrechts
In Ägypten kann die Todesstrafe unter anderem bei schweren Gewaltverbrechen, Terrorismusdelikten und bestimmten Drogendelikten verhängt werden. Die Entscheidung gegen Khalifa und die weiteren Verurteilten stammt vom Strafgericht in Kairo.








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