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ST. VALENTIN/ENNSDORF/ST. PANTALEON-ERLA. Rund um das OMV-Tanklager St. Valentin sind bei Untersuchungen von privaten Hausbrunnen erhöhte PFAS-Werte festgestellt worden. Betroffen sind die Ortsteile Windpassing, Pyburg, Alt-Pyburg, Neu-Arthof und Springsfield.

Symbolbild: gerasimov174/stock.adobe.com
Symbolbild: gerasimov174/stock.adobe.com

Für das öffentliche Trinkwasser besteht nach aktuellem Kenntnisstand keine Gefahr.

Hausbrunnen betroffen

Die OMV hatte über den Sommer Grundwasseruntersuchungen nördlich des Tanklagers in Rems durchgeführt. Dabei wurden auch zahlreiche private Hausbrunnen untersucht. In den fünf betroffenen Ortsteilen wurden PFAS-Werte über dem seit Jänner 2026 geltenden Grenzwert festgestellt.

Dieser liegt in Österreich bei 0,1 Mikrogramm beziehungsweise 100 Nanogramm pro Liter Trinkwasser. Die Überschreitungen betreffen nach bisherigen Angaben ausschließlich einzelne Hausbrunnen.

Die Gemeinden Ennsdorf und St. Pantaleon-Erla sowie die Bezirkshauptmannschaft Amstetten stehen deshalb mit der OMV in laufendem Austausch.

Brunnenwasser soll nicht verwendet werden

Betroffene Haushalte sollen ihr privates Brunnenwasser vorsorglich derzeit nicht verwenden. Das gilt nicht nur für Trinkwasser und Kochen, sondern auch für die Bewässerung von Obst und Gemüse, die Befüllung von Pools, Tiertränken und Fischteichen.

Für Haushalte mit Anschluss an das öffentliche Trinkwassernetz gibt es dagegen derzeit keine Einschränkung. Das Leitungswasser kann weiterhin wie gewohnt genutzt werden.

Die OMV will die betroffenen Liegenschaften schriftlich informieren. Für Haushalte mit einem privaten Brunnen wurde außerdem ein Erhebungsbogen eingerichtet. Dieser soll bis spätestens 30. September zurückgesendet werden.

Löschschaum als mögliche Ursache

PFAS sind künstlich hergestellte und besonders langlebige Chemikalien, die unter anderem wegen ihrer wasser-, fett- und schmutzabweisenden Eigenschaften eingesetzt wurden. Eine mögliche Quelle der Belastung wird im Bereich des OMV-Tanklagers vermutet.

Laut OMV wurden PFAS weder im Tanklager St. Valentin noch innerhalb des Unternehmens im Produktionsprozess verwendet oder hergestellt. In der Vergangenheit kamen am Standort allerdings PFAS-haltige Löschschäume zum Einsatz. Die Untersuchungen sollen nun klären, wie es zu den festgestellten Belastungen kommen konnte.


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