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ÖSTERREICH. Der Herbst steht im Kalender, beim Wetter ist davon vorerst wenig zu spüren. Österreich bekommt zum Wochenstart noch einmal Sonne und Temperaturen bis zu 33 Grad. Gleichzeitig bleibt die außergewöhnliche Trockenheit ein großes Thema.  

Niedriger Wasserstand und Boote am trockenen Ufer: Die anhaltende Trockenheit ist auch an Österreichs Seen deutlich sichtbar. (Foto: Tom Leitner)

Anfang September dreht der Sommer noch einmal kräftig auf. Am Montag und Dienstag steigen die Temperaturen vielerorts wieder in Richtung 30 Grad, im Osten sind sogar bis zu 33 Grad möglich. Besonders Wien und Teile Niederösterreichs erleben noch einmal Hochsommerwetter.

Damit setzt sich ein außergewöhnliches Wetterjahr fort. Der Sommer 2026 war laut GeoSphere Austria der heißeste seit Beginn der Messgeschichte. Österreichweit lag die Temperatur 2,6 Grad über dem Klimamittel 1991 bis 2020. Anfang August wurde mit 41,2 Grad zudem ein neuer österreichischer Temperaturrekord gemessen.

Zur Wochenmitte kommt die Störung

Ganz stabil bleibt das Wetter allerdings nicht. Am Mittwoch zieht eine Störung durch und bringt verbreitet Wolken, Regen und deutlich kühlere Temperaturen. Regional kann es auch kräftigere Schauer geben.

Für die ausgetrockneten Böden ist der Regen dringend notwendig. Eine einzelne Wetterfront dürfte das über Monate aufgebaute Niederschlagsdefizit aber kaum ausgleichen.

Historische Trockenheit hält Österreich im Griff

Denn Österreich erlebt derzeit eine außergewöhnliche Trockenperiode. Laut GeoSphere waren die vergangenen zwölf Monate die trockenste Zwölfmonatsperiode seit Beginn der Messungen im Jahr 1850.

Schon der Frühling war extrem trocken: Zwischen März und Mai fiel österreichweit rund die Hälfte weniger Niederschlag als üblich. Auch der Sommer brachte vielerorts deutlich zu wenig Regen.

Besonders betroffen sind Teile Niederösterreichs und Oberösterreichs. Hohe Temperaturen verschärfen die Situation zusätzlich, weil mehr Wasser aus Böden und Pflanzen verdunstet.

Nach der kurzen Wetterstörung zur Wochenmitte bleibt daher entscheidend, ob in den kommenden Wochen ausreichend Niederschlag folgt. Ein paar Regentage allein werden die historische Trockenheit kaum beenden.


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