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GRIECHENLAND. Schock bei der Athens Flying Week: Vor Tausenden Zuschauern ist ein F-4-Phantom-Kampfjet der griechischen Luftwaffe abgestürzt. Für die beiden Piloten kam jede Hilfe zu spät. Die Flugshow wurde abgebrochen.
 

Tragödie bei Flugsjow in Athen (Foto: APA-Images / Eyevine / Marios Lolos Xinhua)
Tragödie bei Flugsjow in Athen (Foto: APA-Images / Eyevine / Marios Lolos Xinhua)

Ein Flugmanöver endet in einer Katastrophe: Während der Athens Flying Week ist am Samstagnachmittag ein Kampfjet der griechischen Luftwaffe abgestürzt. Die zweisitzige F-4E Phantom II befand sich gerade in einer Flugvorführung auf dem Luftwaffenstützpunkt Tanagra nördlich von Athen, als sie zu Boden stürzte und in Flammen aufging. Beide Besatzungsmitglieder kamen ums Leben.

Kampfjet stürzte bei Manöver in geringer Höhe ab

Das Unglück ereignete sich am 5. September gegen 14.55 Uhr Ortszeit. Nach Angaben der griechischen Luftwaffe gehörte die Maschine zur 338. Staffel des 117. Kampfgeschwaders. Sie stürzte rund drei nautische Meilen – etwa 5,6 Kilometer – südöstlich des Luftwaffenstützpunkts Tanagra ab.

Videoaufnahmen und Augenzeugenberichte zeigen, wie die Phantom kurz vor dem Absturz in geringer Höhe eine Rechtskurve flog. Wenige Sekunden später schlug die Maschine auf dem Boden auf. Eine gewaltige Feuer- und Rauchwolke stieg über dem Gelände auf. Nach Angaben der Nachrichtenagentur AP ereignete sich der Absturz während eines Manövers in niedriger Flughöhe.

Zwei erfahrene Piloten sterben

Am Sonntag gab die griechische Luftwaffe die Identität der beiden Opfer bekannt. Bei den Piloten handelt es sich um den 40-jährigen Ioannis Blesias und den 37-jährigen Dimitrios Petrou. Beide erlitten bei dem Absturz tödliche Verletzungen.

Griechenlands Verteidigungsminister Nikos Dendias ordnete nach dem Unglück eine dreitägige Trauer in den Streitkräften bis einschließlich 7. September an. Auch Ministerpräsident Kyriakos Mitsotakis sprach den Familien der beiden Piloten sein Mitgefühl aus.

Tausende Zuschauer erleben Absturz

Besonders dramatisch: Tausende Besucher befanden sich zum Zeitpunkt des Unglücks bei der Athens Flying Week. Nach bisherigen Angaben wurde jedoch weder unter den Zuschauern noch unter Anrainern jemand verletzt. Die Absturzstelle lag außerhalb des eigentlichen Zuschauerbereichs.

Der Aufprall löste einen größeren Brand aus. Dutzende Feuerwehrleute sowie Löschflugzeuge und Hubschrauber wurden eingesetzt. Wegen des Feuers wurde für die Umgebung zeitweise auch eine Warnung über die griechische Notrufnummer 112 ausgegeben.

Die Veranstalter brachen die Flugshow nach dem Unglück ab und sagten auch die weiteren für das Wochenende geplanten Vorführungen ab.

Absturzursache noch völlig offen

Warum die F-4E Phantom II während der Vorführung abstürzte, ist derzeit nicht geklärt. Eine Untersuchungskommission der griechischen Luftwaffe soll den Unfall nun aufarbeiten. Dabei dürften unter anderem Videoaufnahmen der letzten Flugsekunden, Funkverkehr und die Wrackteile untersucht werden.

Die Athens Flying Week zählt zu den größten Flugshows Südosteuropas. Für die Besucher wurde der Samstagnachmittag jedoch innerhalb weniger Sekunden zur Tragödie.


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