Senkung des Cholesterinspiegels könnte Demenzrisiko verringern
KOPENHAGEN/DÄNEMARK. Eine dänische Beobachtungsstudie liefert Hinweise darauf, dass Statine bei Menschen mit neu diagnostiziertem Typ 2 Diabetes nicht nur Herz und Gefäße schützen könnten. Bei einem frühen Therapiebeginn war das Demenzrisiko innerhalb von zehn Jahren niedriger als ohne Statinbehandlung.

Wie Welt am 7. September 2026 berichtet, werteten Forscher Daten von 132.585 Menschen mit Typ 2 Diabetes aus dänischen Gesundheitsregistern aus. Beobachtet wurde, wann nach der Diagnose eine Behandlung mit cholesterinsenkenden Statinen begann.
Früher Beginn mit stärkerem Effekt
Bei Patienten, die im ersten Jahr nach der Diabetesdiagnose Statine erhielten, lag das Demenzrisiko laut Auswertung um 15 Prozent unter jenem von Patienten ohne Behandlung. Begann die Therapie erst innerhalb von fünf Jahren, betrug der Unterschied zehn Prozent.
Statine senken das LDL Cholesterin und werden vor allem eingesetzt, um Herzinfarkten, Schlaganfällen und anderen Herz Kreislauf Erkrankungen vorzubeugen. Menschen mit Typ 2 Diabetes haben ein erhöhtes Risiko für Gefäßschäden.
Studie zeigt Zusammenhang, keine Ursache
Die Untersuchung kann nicht belegen, dass Statine Demenz direkt verhindern. Es handelt sich um eine Beobachtungsstudie, bei der weitere Einflüsse auf das Ergebnis nicht vollständig ausgeschlossen werden können.
Die Ergebnisse sprechen nach Einschätzung der Studienautoren dennoch dafür, erhöhte LDL Werte bei Menschen mit Typ 2 Diabetes frühzeitig ärztlich abzuklären und eine passende Behandlung nicht unnötig aufzuschieben. Medikamente sollten nicht eigenmächtig begonnen, geändert oder abgesetzt werden.








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