„Man kann es Gefängnis nennen“: ÖFB-Teamspieler spricht über sein Leben als Profi
WOLFSBURG/DEUTSCHLAND. Österreichs Fußball-Nationalspieler Patrick Wimmer hat in einem Podcast über die Belastungen abseits des Spielfelds gesprochen. Der 25-Jährige sprach über den hohen Termindruck, die Distanz zur Familie und den Umgang mit Erwartungen im Profifußball.

Der Flügelspieler des VfL Wolfsburg blickte auch auf seinen ungewöhnlichen Weg zurück. Nach einer Absage bei der Akademie St. Pölten spielte er zunächst im Amateurbereich, ehe ihn die Wiener Austria verpflichtete.
Wie der Mind Games Podcast am 29. März 2026 berichtet, erlebte Wimmer besonders den Wechsel von Österreich nach Deutschland als schwierige Phase. Die räumliche Trennung von seiner heutigen Ehefrau und die Frage, ob er dem Niveau der Bundesliga gewachsen sei, hätten ihn damals stark beschäftigt.
Alltag ist streng durchgetaktet
Wimmer betonte, dass das Leben als Profi weit über Training und Spiele hinausgehe. Regeneration, Ernährung, medizinische Termine, Reisen und Verpflichtungen für Medien oder Sponsoren bestimmten den Tagesablauf.
Vor allem die geringe Planbarkeit belaste ihn. Auch an freien Tagen könne eine Behandlung nötig werden, zudem seien viele Entscheidungen von Trainern und Vereinen abhängig.
Familie als wichtiger Rückhalt
Der Nationalspieler erklärte, dass seine Frau ihn während seiner Karriere stark unterstütze. Gemeinsame Zeit sei wegen des Spielplans begrenzt, weshalb die Familie für ihn einen besonders hohen Stellenwert habe.
Für die Zeit nach der aktiven Laufbahn wünscht sich Wimmer mehr Nähe zu seiner Familie. Er plant nach eigenen Angaben langfristig mit einem Lebensmittelpunkt in Österreich und möchte später den Alltag seiner Kinder stärker begleiten können.
Kritik und Hass im Netz
Wimmer sprach auch über beleidigende Nachrichten nach Spielen. Kritik gehöre zum Fußball, Drohungen gegen Angehörige würden jedoch eine klare Grenze überschreiten. Solche Accounts blockiere er.
Der 25-Jährige sieht die mentale Seite als entscheidenden Faktor im Profifußball. Leistungen, Konkurrenz im Kader und Trainerwechsel könnten die Situation eines Spielers rasch verändern.








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