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Neue Details zu Brandanschlag: Mutter (37) starb mit Fotos ihrer vier getöteten Kinder in der Hand

Tips LogoManuel Tonezzer, 05.10.2026 21:54

ENGLAND. Bei einer aktuellen Anhörung zu einem tödlichen Brandanschlag in England sind neue Details über die Familie bekannt geworden. Mutter Michelle P. starb 21 Monate nach dem Tod ihrer vier Kinder – bis zuletzt hielt sie Fotos der Geschwister in den Händen.

Bei einer aktuellen Anhörung zu einem tödlichen Brandanschlag in England sind neue Details bekannt geworden. Symbolbild: stock.adobe.com/5second

Neue Details zum tragischen Fall um Michelle P. und ihre vier Kinder sind bei einer aktuellen Anhörung bekannt geworden.

Die 37-jährige Mutter war bereits 21 Monate nach dem Brandanschlag auf ihr Zuhause gestorben – nun wurde bekannt, dass sie bis zu ihrem Tod Fotos ihrer vier getöteten Kinder bei sich hatte.

Die Kinder Demi (14), Brandon (8), Lacie (7) und Lia (3) waren am 11. Dezember 2017 bei einem Brandanschlag auf das Familienhaus in Walkden bei Salford ums Leben gekommen. In den frühen Morgenstunden waren Benzinbomben auf das Gebäude geworfen worden.

Mutter starb 21 Monate nach ihren Kindern

Michelle überlebte den Angriff, erlitt jedoch schwere Verbrennungen und lag anschließend mehrere Monate im Koma. 21 Monate nach dem Tod ihrer Kinder starb auch sie an den Folgen ihrer Verletzungen.

Wie der „Daily Mirror“ berichtet, hielt Michelle bei ihrem Tod Fotos von Demi, Brandon, Lacie und Lia in den Händen. Ihre Familie legte ihr außerdem ein Kruzifix um die Hand.

„Wir wissen, dass sie wieder bei ihren Kindern ist“, hieß es in einer Erklärung der Familie, die nun bei der Anhörung vor dem Bolton Coroner's Court verlesen wurde.

Michelle wollte umziehen

Im Zuge der aktuellen Untersuchung kamen auch neue Details über die Zeit vor dem Brandanschlag ans Licht. Michelle soll bereits in den Wochen vor der Tat versucht haben, das Haus zu verlassen.

Ihrer Familie zufolge wandte sie sich an den Salford Council und bat darum, in eine andere Unterkunft umziehen zu können.

Hintergrund war ein eskalierender Streit, der als eine „gegenseitige Vergeltungsfehde“ beschrieben wird. Michelle sei dadurch „über alle Maßen gestresst“ gewesen. Auch ihre Kinder hätten große Angst vor der Situation gehabt.

Der Konflikt soll sich bereits vor dem Brandanschlag mehrfach zugespitzt haben. Bei der Anhörung war unter anderem von beschädigten Autos und eingeschlagenen Fenstern die Rede. 

Drei Verurteilungen

Die mutmaßlichen Täter Zak B. und David W. waren zum Zeitpunkt des Brandanschlags 23 beziehungsweise 25 Jahre alt. Beide wurden im Mai 2018 wegen der Morde an Demi, Brandon, Lacie und Lia verurteilt und zu lebenslangen Haftstrafen verurteilt. Zak B. muss mindestens 40 Jahre, David W. mindestens 37 Jahre im Gefängnis verbringen.

Bollands damalige Freundin Courtney B. wartete während des Angriffs in einem nahe gelegenen Auto. Sie wurde wegen Totschlags zu 21 Jahren Haft verurteilt.

Hintergründe der Fehde ungeklärt

Was genau hinter dem Streit zwischen den Familien stand, ist bis heute nicht öffentlich bekannt.

Die aktuelle Anhörung vor dem Bolton Coroner's Court beschäftigt sich mit den Umständen des Brandanschlags, bei dem fünf Mitglieder derselben Familie ihr Leben verloren.


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