Puma-Suche bei München: Das ist der aktuelle Stand
MÜNCHEN/DEUTSCHLAND. Seit der mutmaßlichen Sichtung einer Raubkatze nahe des Münchner Flughafens läuft im Landkreis Erding eine großangelegte Suche. Auch mehrere Tage später sind noch zahlreiche Fragen offen.

Nach der mutmaßlichen Sichtung eines Pumas im Notzingermoos im Landkreis Erding suchen die Behörden weiterhin nach dem Tier.
Trotz eines Großaufgebots der Polizei sowie des Einsatzes von Hubschraubern, Drohnen und speziell ausgebildeten Hunden fehlt bislang jede Spur. Auch am Freitag (9. Oktober) sind noch viele Fragen offen.
Puma-Suche bei München: Viele Fragen sind noch offen
Ausgangspunkt der Suche war die Beobachtung eines Jägers in der Nacht auf Mittwoch. Dieser hatte am späten Dienstagabend nahe dem Oberdinger Ortsteil Notzingermoos mithilfe einer Wärmebildkamera Aufnahmen einer großen Katze gemacht und die Behörden verständigt.
Ein Experte hielt es nach einer ersten Auswertung für möglich, dass es sich tatsächlich um einen Puma handeln könnte. Die Polizei spricht derzeit allerdings von einer „Katze unbekannter Art“.
„Kein Hinweis auf Verbleib“
„Es gibt weiterhin keinen Hinweis auf den Verbleib der gesichteten Katze“, sagte Claudia Fiebrandt-Kirmeyer, Pressesprecherin des Landratsamts Erding, am Donnerstagmittag vor Journalisten. Auch am Freitag war der aktuelle Aufenthaltsort des Tieres weiterhin unbekannt.
Ob sich die mutmaßliche Raubkatze überhaupt noch in der Nähe des Münchner Flughafens aufhält, ist unklar.
Großangelegte Suche bislang ohne Erfolg
Seit der mutmaßlichen Sichtung laufen umfangreiche Suchmaßnahmen. Die Polizei war mit einem Großaufgebot im Bereich der Sichtungsstelle unterwegs und durchkämmte unter anderem ein Naturschutzgebiet in der Nähe des Münchner Flughafens.
Am Donnerstagvormittag setzte die Polizei außerdem auf speziell ausgebildete Hunde. Zwei Hundeführer waren mit ihren Schäferhunden im Einsatz, um mögliche Beute oder Beuteteile aufzuspüren. Doch auch dadurch ergab sich keine neue Spur.
Fehlalarm gemeldet
In der Nacht auf Donnerstag wurde zudem aus der Luft mithilfe einer Wärmebildkamera nach dem Tier gesucht. Die Maßnahme brachte ebenso wenig neue Erkenntnisse wie der Einsatz von Hubschraubern und Drohnen.
Zwischenzeitlich hatte es zudem einen Fehlalarm gegeben: Ein Sicherheitsmitarbeiter hatte auf einem Kamerabild ein verdächtiges Tier entdeckt. Ein daraufhin eingesetzter Hubschrauber konnte jedoch keine Großkatze finden. Bei dem vermeintlichen Raubtier handelte es sich schließlich um eine harmlose Hauskatze.
Ist es tatsächlich ein Puma?
Ob es sich bei dem gesichteten Tier tatsächlich um einen Puma handelt, ist weiterhin nicht abschließend geklärt. Die Aufnahmen des Jägers werden von Experten des Landratsamts, von Tierparks und von Umweltbehörden ausgewertet.
Nach einer ersten fachlichen Einschätzung könnte es sich um einen Puma handeln, teilte Behördensprecherin Claudia Fiebrandt-Kirmeyer dem „Münchner Merkur“ mit.
Auch die Herkunft des Tieres ist bislang ungeklärt. Die Behörden haben nach Angaben des Erdinger Polizeichefs Sebastian Pinta alle bekannten Puma-Halter im Landkreis kontaktiert.
Diese hätten jedoch mitgeteilt, derzeit keinen Puma zu halten. Hinweise darauf, dass ein Tier einem registrierten Halter entlaufen sein könnte, gebe es bislang nicht. Die Haltung von Pumas ist in Deutschland unter bestimmten Auflagen erlaubt.
Anwohner sollen vorsichtig werden
Trotz der umfangreichen Suchmaßnahmen sieht die Polizei derzeit keine konkreten Hinweise darauf, dass ein Puma durch das Notzingermoos streift. Eine unmittelbare Gefahr für die Bevölkerung bestehe wohl nicht. Die verstärkte Polizeipräsenz diene laut Pinta vor allem dazu, das subjektive Sicherheitsgefühl der Anwohner zu gewährleisten.
Dennoch sollten Anwohner vorsichtig bleiben: Haustiere sollten weiterhin an der Leine geführt werden. Wer das mutmaßliche Tier sieht, sollte unverzüglich die Polizei verständigen.
Ob die Suche tatsächlich einem Puma gilt und ob sich dieser noch in der Region aufhält, bleibt damit vorerst offen. Hinzu kommt, dass Pumas auf ihren Streifzügen beträchtliche Distanzen zurücklegen können.
Sie bewegen sich gewöhnlich etwa fünf bis 20 Kilometer pro Nacht, auf Wanderschaft oder in Ausnahmefällen sogar bis zu 35 Kilometer.








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