Sechs Tote und 15 Verletzte nach Anschlag: Österreicher unter den Opfern
KRAKAU/POLEN. Ein schwerer Schusswaffenangriff erschüttert Polen: In der Stadt Krakau sind am Samstag, 7. November 2026, sechs Menschen getötet und mindestens 15 weitere verletzt worden.

Unter den Verletzten befindet sich auch ein österreichischer Staatsbürger. Der mutmaßliche Täter wurde nach einer Verfolgungsjagd und einem Schusswechsel mit der Polizei festgenommen.
Schüsse auf Passanten in Krakau
Der Täter eröffnete das Feuer am Samstagnachmittag, dem 7. November 2026, im Zentrum von Krakau. Kurz nach 15 Uhr soll ein 24-jähriger Pole mit einem Auto in den Bereich des historischen Hauptmarkts gefahren sein. Von dort aus schoss er aus dem Fahrzeug auf Passanten. Sechs Menschen kamen dabei ums Leben. Mindestens 15 weitere wurden verletzt. Mehrere von ihnen befanden sich nach ersten Angaben in kritischem oder lebensgefährlichem Zustand. Auch zwei Polizisten sollen unter den Verletzten sein. Zudem wurde eine Straßenbahn beschossen. Dabei ging eine Scheibe in der Fahrerkabine zu Bruch, Fahrgäste und Fahrer blieben jedoch unverletzt.
Angreifer nach Schusswechsel festgenommen
Nach der Tat flüchtete der Schütze mit seinem Auto. Auf seiner Flucht kollidierte er mit einem weiteren Fahrzeug. Anschließend kam es zu einem Schusswechsel mit der Polizei. Die Einsatzkräfte konnten den Mann schließlich überwältigen und festnehmen. Er wurde dabei schwer verletzt und in ein Krankenhaus gebracht, wo er operiert werden musste.
Drei weitere Tote im Haus des Verdächtigen entdeckt
Im Zuge der Ermittlungen machten die Einsatzkräfte eine weitere schreckliche Entdeckung: Im Wohnhaus des mutmaßlichen Täters in Ostrowiec Świętokrzyski, rund 150 Kilometer von Krakau entfernt, wurden drei weitere Leichen gefunden. Dabei handelt es sich nach Angaben der Ermittler um die Eltern und die Schwester des 24-Jährigen. Die genauen Todesumstände sind Gegenstand der laufenden Untersuchungen.
Staatstrauer in Polen
Das österreichische Innenministerium bestätigte in der Nacht auf Sonntag, dass sich ein österreichischer Staatsbürger unter den Verletzten befindet. Über den Gesundheitszustand des Österreichers und seine Identität liegen bislang keine näheren Informationen vor. Polens Präsident Karol Nawrocki ordnete angesichts der zahlreichen Todesopfer eine landesweite Staatstrauer für Sonntag und Montag an.







