FP und SP beschlossen Abriss von Bauhof-Ruine im Ohlsdorfer Ortszentrum
OHLSDORF. Seit Jahren ist der ehemalige Bauhof am Ortseingang ungenutzt, ebenso lang dauern die Diskussionen über die mögliche Nutzung der Immobilie. In der jüngsten Gemeinderatssitzung setzten SP und FP gemeinsam Fakten und beschlossen gegen den Widerstand der VP den Abriss des Gebäudes.

Der verfallenen Bauernhof „Bauer im Ort“ wurde von der Gemeinde lange Jahre als Bauhof genutzt. Mit der Eröffnung des Veranstaltungszentrums „Mezzo“ im Jahr 2011 verlor er seine Bestimmung und steht seither leer.
Seit Jahren ungenutzt
Die Gemeinde sucht seither Investoren, die auf der 2000 Quadratmeter großen Liegenschaft ein Wohnbauprojekt errichten wollen. Der Bebauungsplan, der nur zwei Geschoße erlaubt, macht die Suche jedoch schwierig. Die angedachte Errichtung einer Außenstelle des Landespflegezentrums Schloss Cumberland scheiterte am Widerstand der Orts-VP.
Abriss soll Investorensuche erleichtern
Weitere Interessenten fanden sich nicht, weshalb in der jüngsten Gemeinderatssitzung FP und SP gegen den Willen der VP den Abriss des Gebäudes beschlossen, um die Verwertbarkeit zu erleichtern. „Wir wollen den Stillstand endlich beenden und den Weg für eine zukunftsorientierte Nutzung in dieser guten Lage frei machen!“, so FP-Ortsparteiobmann Wolfgang Schögl. Er ist sich sicher, dass die vorhandene Bausubstanz auf mögliche Investoren abschreckend wirkt.
Eisner kritisiert hohe Abriss-Kosten
Bürgermeisterin Christine Eisner (VP) kritisiert nun die auf 50.000 bis 60.000 Euro geschätzten Kosten für den Abriss: „Mir wäre lieber gewesen, der neue Eigentümer hätte das selbst erledigt. Wir müssen in den nächsten Jahren einiges in den Hochwasserschutz investieren. Ich hätte das Geld lieber dort ausgegeben.“


Kommentare sind nur für eingeloggte User verfügbar.
Jetzt anmelden