169 Landwirte nahmen an der Blühstreifenaktion 2020 teil
OÖ. Wie schon in den Jahren zuvor wurde auch heuer die Blühstreifenaktion durchgeführt. 169 Landwirte haben 68,3 Kilometer Blühstreifen entlang von Mais und Soja angelegt. So soll Nahrung für Bienen und andere blütenbestäubende Insekten geschaffen werden.

169 Landwirte haben heuer 68,3 Kilometer einjährige Blühstreifen entlang von Mais und Soja angelegt. Darüber hinaus haben acht Ortsbauernschaften, zwei Verbände und 125 Bauern eine Blühfläche von 76 Hektar geschaffen, informiert die Landwirtschaftskammer Oberösterreich. „Wie schon die Jahre zuvor, hat die Blühstreifenaktion auch heuer wieder viele Hektar Blühflächen und somit wichtige Nahrungsgrundlagen für Bienen und blütenbestäubende Insekten geschaffen. So wurden Streifen entlang von Feldkulturen oder auch einzelne größere Flächen in bunte und heimische Blütenmeere verwandelt“, freuen sich Agrar-Landesrat Max Hiegelsberger (ÖVP) und Landwirtschaftskammer OÖ - Präsidentin Michaela Langer-Weniger.
Blühflächen werden gefördert
Die Blühflächen waren nicht nur auf landwirtschaftlichen Arealen, sondern auch in privaten Gärten, auf Firmengeländen oder auf öffentlichen Gemeindeflächen zu finden. „Heuer schaffte der Maschinenring Oberösterreich mehr als 93 Hektar ein- und mehrjährige Blühfläche“, sagt Gerhard Rieß, Obmann des Maschinenring OÖ. Die Beauftragung der Maschinenringe ging im Vergleich zum Vorjahr jedoch deutlich zurück. Insgesamt ist auch die Fläche der Blühstreifen weniger geworden.
Der optimale Zeitpunkt zum Anlegen war in diesem Jahr Ende April. In der Förderrichtlinie „Covid-19-Investitionsprämie für Unternehmen“ ist die Anlage von Blühflächen extra ausgewiesen und wird mit 14 Prozent gefördert.
38 Blühpaten bisher
Ein weiteres Projekt, das Insekten und Landwirte unterstützen soll, sind Blühpatenschaften. Dabei kann eine Patenschaft mit einem Betrag von 60 Cent pro Quadratmeter Blühfläche übernommen werden. Mindestvoraussetzung sind 25 Quadratmeter beziehungsweise ein Betrag von 15 Euro. „Der Schutz der Insektenwelt ist eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe. Mit den Blühpatenschaften können nun auch all jene einen aktiven Beitrag leisten, die keine eigene Fläche zur Verfügung haben. Die für die Anlage und Pflege der Flächen verantwortlichen Landwirte bekommen eine finanzielle Abgeltung. Damit soll die heimische Landwirtschaft unterstützt und ein Anreiz zur Anlage von Blühflächen geschaffen werden“, führt Hiegelsberger aus. 2020 gibt es bisher 38 Blühpaten mit einer Fläche von insgesamt 2.800 Quadratmeter.


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