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LINZ/OÖ. Schon im November sorgte die Botschaft „Impfen ist Mord“ wie berichtet auf einem Öffi-Bus für Wirbel, nun gab's den nächsten Vorfall: Im Netz ging ein Foto eines Busses viral, dass im Rahmen der Mittwochs-Demo (15. Dezember) in Linz aufgenommen wurde. Auf der elektronischen Anzeige war zu lesen: „Nein zum Impfzwang“. Der Lenker ist ausgeforscht und fristlos entlassen worden, teilt der Oberösterreichische Verkehrsverbund (OÖVV) mit.

 (Foto: privat)
(Foto: privat)

Beim Musiktheater Linz war der Bus unterwegs, als das Foto gemacht wurde. OÖVV-Sprecher Klaus Wimmer gegenüber Tips: „Wir haben gestern während der Demo die Bilder schon von Kunden zugesendet bekommen und sind dem sofort nachgegangen.“ Beim Fahrzeug handelte es sich um eines der Wilhelm Welser Verkehrsbetriebe GmbH, es sei sofort Kontakt mit dem Unternehmen aufgenommen worden.

Fristlos entlassen

Die Konsequenzen sind bereits gezogen: „Im Laufe des Tages haben wir weitere Bilder bekommen, wo eindeutig zu sehen war, welcher Lenker gefahren ist. Gegenüber dem Lenker ist bereits die fristlose Entlassung ausgesprochen“, so Wimmer.

Öffentliches Verkehrsmittel darf nicht instrumentalisiert werden

Wimmer stellt schon wie im November klar: „Wir akzeptieren jegliche private Meinung, aber es muss eine private Meinung bleiben. Sobald ein öffentliches Verkehrsmittel instrumentalisiert wird – und da ist es egal in welche Richtung die Meinung geht, es soll ja auch nicht mit anderslautenden Botschaften passieren – ist eine Grenze überschritten.“

Der OÖVV sowie das beauftrage Unternehmen Wilhelm Welser Verkehrsbetriebe GmbH distanzieren sich entschieden und scharf von der Aussage auf der Busanzeige. „Ich kann nur nochmal unterstreichen: Wir sind zu 100 Prozent der Überzeugung, dass die Einhaltung der Corona-Schutzmaßnahmen und die Corona-Schutzimpfung uns in einem gemeinsamen Weg aus der Pandemie herausbringen können.“

„Extreme Einzelfälle“

Die Mitarbeiter der Verkehrsbetriebe würden vor allem nach dem letzten Vorfall im November laufend sensibilisiert, wüssten Bescheid, welche Konsequenzen bei so einem Verhalten drohen, erläutert Wimmer im Tips-Gespräch. Für ihn ist aber auch klar: „Es gibt über 1.500 Lenker in Oberösterreich, diese beiden Fälle sind extreme Einzelfälle. Im Endeffekt spiegelt es die aktuelle Situation in der Bevölkerung wider, solche Fälle sind halt sehr plakativ.“

 


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