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OÖ. Mehr als 80 oberösterreichische Gemeinden engagieren sich bereits im Netzwerk für mehr Artenvielfalt und Bodenschutz – 62 davon sind bereits als „Bienenfreundliche Gemeinden“ ausgezeichnet.

Im Rahmen eines Fotowettbewerbs wird heuer die schönste Bienenweide gesucht. Foto: Daniel Prudek/shutterstock.com

Mit heutigem Vernetzungstreffen starteten die Gemeinden gemeinsam in den Frühling, tauschten sich aus und planten neue Aktionen. Nach der Keynote von Sigrid Stagl von der Wirtschaftsuni Wien über den Wert der Natur, stand vor allem der Austausch von gelungenen Beispielen am Programm: So stellte Bürgermeister Christian Kolarik aus Kronstorf die Aktion „Gemeinsam Bienenwiesen heig`n“ vor. Mit der Durchführung von Sammelbestellungen für „Bienenfreundliche Gehölze“ bringen der Bienenbeauftragte Alois Karan und sein Team seit Jahren regionale Wildsträucher in die Gärten von Niederneukirchen und der Umweltausschuss-Obmann von Gallneukirchen die Aktion „Sense sucht Wiese – Sensenmähkurs in Gallneukirchen“. Und in Helpfau-Uttendorf werden schon die Kleinsten für Bienenschutz begeistert in einem „Bienenfreundlichen Schulgarten“, den die Volksschuldirektorin, Bettina Kobler und der Bienenbeauftragte Johann Puttinger vorstellten.

Schönste Bienenweide gesucht

Im Rahmen eines Fotowettbewerbs wird heuer die schönste Bienenweide gesucht, unter dem Motto „Zeigen Sie uns, wo Artenvielfalt blüht“, das Anlegen von Blumenwiesen mit heimischen, regionalem Saatgut gefördert oder eine Bestellaktion für „Bienenfreundliche Sträucher“ organisiert wird und vieles mehr. Begleitet werden die Gemeinden unter dem Motto „Unser Boden für Bienen“ vom Bodenbündnis in OÖ. Denn rund 60 Prozent der Bienen nisten im Boden, der eine wichtige Basis auch für die Biodiversität ist. Umgesetzt wird das Projekt im Auftrag des Umweltressorts des Landes OÖ. 

„Es ist für mich eine große Freude, zu sehen, wie unser Netzwerk an 'Bienenfreundlichen Gemeinden' beständig wächst, denn unsere 'Bienenfreundlichen Gemeinden' sind Vorbilder im Einsatz für mehr Vielfalt, und beweisen, dass es auch ohne Umweltgifte geht. Sie zeigen als Vorreiter auf, wie Bienen- und Umweltschutz im öffentlichen Raum funktioniert. Ein wichtiger Schritt in Richtung Nachhaltigkeit und Bewahren unserer Lebensgrundlagen für die nächsten Generationen“, so Umwelt- und Klima-Landesrat Stefan Kaineder.

Oberösterreich blüht auf

Das Projekt „Bienenfreundliche Gemeinde“ wurde als Pilot im Jahr 2015 mit sechs Gemeinden gestartet. Die erste Bilanz des Projektes kann sich sehen lassen, alleine in den ersten 27 evaluierten Gemeinden wurden seit Projektbeginn über 1500 bienenfreundliche Bäume und fast 4000 Sträucher im öffentlichen Raum gepflanzt und 115.000 m² Blumenwiesen geschaffen.

„Die Frühblüher, wie Schneeglöckchen oder Hasel, sind ihrer Zeit heuer wieder zwei Wochen voraus – Klimawandel, Boden und Artenvielfalt hängen eng zusammen und brauchen gemeinsames Engagement. Sorgsamer Umgang mit Boden und unserer Artenvielfalt wird für immer mehr Menschen ein Herzensanliegen. Das bestätigt auch dieses Treffen“, freut sich Projekt-Koordinatorin Gerlinde Larndorfer vom Bodenbündnis OÖ über die mehr als 100 Teilnehmer.


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