Sonntag 26. Mai 2024
KW 21


Weitere Angebote

Sociale Medien

Kontakt

OÖ/LINZ. Am Montag, 15. April, feiert Landeshauptmann a.D. Josef Ratzenböck seinen 95. Geburtstag.

Landeshauptmann a.D. Josef Ratzenböck und seine Frau Anneliese bekamen im Vorfeld des 95. Geburtstags Besuch von Landeshauptmann Thomas Stelzer (l.) und LH a.D. Josef Pühringer (r.). (Foto: ANTONIO BAYER)
Landeshauptmann a.D. Josef Ratzenböck und seine Frau Anneliese bekamen im Vorfeld des 95. Geburtstags Besuch von Landeshauptmann Thomas Stelzer (l.) und LH a.D. Josef Pühringer (r.). (Foto: ANTONIO BAYER)

Landeshauptmann a.D. Josef Ratzenböck wurde am 15. April 1929 in Neukirchen am Walde (Bezirk Grieskirchen) als Sohn eines Gast- und Landwirtes geboren. Nach der Matura am Akademischen Gymnasium in Linz, studierte er Jus in Wien und promovierte 1952 zum „doctor iuris“. Im Oktober desselben Jahres wurde er Mitarbeiter des damaligen ÖVP-Landesparteisekretärs und späteren Landeshauptmanns Erwin Wenzl. Zu den wichtigsten Aufgaben zählte in den ersten Jahren die Gründung des OÖ Seniorenbundes.

1969 stieg Josef Ratzenböck zum Landesparteisekretär auf, vier Jahre später, 1973 rückte er in die Landesregierung ein und übernahm die Ressorts Finanzen und Kultur. Wieder 4 Jahre später, im Jahr 1977 wurde er Nachfolger von Landeshauptmann Dr. Erwin Wenzl, sowohl als Landesparteiobmann, als auch als Landeshauptmann.

Nach seiner Tätigkeit als Landeshauptmann von 1977 bis 1995 kehrte er zum Seniorenbund zurück, wo er seine politische Arbeit begonnen hatte. Er war bis 2017 Landesobmann.

„Europäische Gemeinschaft wichtigste Friedensgarantie“

„Wir müssen uns für eine starke, europäische Gemeinschaft einsetzen, sie ist für uns die wichtigste Friedensgarantie, wenn es eine solche überhaupt gibt! Krieg ist das Fürchterlichste und Schrecklichste – ich habe ihn erlebt!“, so die Worte des langjährigen Landeshauptmanns a. D. Dr. Josef Ratzenböck rund um seinen 80. Geburtstag. Am 15. April feiert er seinen 95. Geburtstag, seine Aussagen von damals sind aktueller denn je.

Fall des Eisernen Vorhangs, Betritt zur EU: viele Höhepunkte für Ratzenböck

Fragt man ihn nach den absoluten Höhepunkten seiner Zeit als Landeshauptmann, antwortet er: „Da gibt es einige. An erster Stelle steht ganz sicher das Durchschneiden des Stacheldrahts nach dem Fall des Eisernen Vorhangs! Die Freude über das Aufgehen dieser schmerzlichen Grenze war riesengroß.“

Aber natürlich auch den Beitritt zur Europäischen Union nennt er, „gerne erinnere ich mich, als wir vor dem Landhaus die Europafahne aufgezogen haben.“

Wichtig für ihn auch: „Das Aufblühen des Kulturlebens in Oberösterreich. Da denke ich an die Landesausstellungen, an die vielen, regionalen Kulturinitiativen, aber ganz besonders an das Landesmusikschulwerk – die große Talentschmiede, eine wirklich große kulturpolitische Innovation. Aber für mich war es immer auch ein großer Erfolg, wenn ich Menschen, die sich in ihrer Not bei den Sprechtagen an mich gewandt haben, helfen konnte.“

Am 15. April feiert er seinen 95. Geburtstag und blickt ein wenig stolz, aber vor allem dankbar auf die Vergangenheit zurück. Zum 95. Geburtstag wünscht er sich „Gesundheit und Wohlergehen für meine Familie, mit der ich hoffentlich noch viele Jahre verbringen darf und international wünsche ich mir Frieden!“

Ratzenböck ist verheiratet mit Anneliese und Vater zweier längst erwachsener Kinder, er hat 4 Enkelkinder und 3 Urenkel.

Auch lesen: Ehemaliger Landeshauptmann spricht über seinen Heimatort Neukirchen


Kommentare sind nur für eingeloggte User verfügbar.

Jetzt anmelden