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OÖ.16.000 Sternsinger ziehen von 27. Dezember bis 6. Jänner wieder durch Oberösterreich und bringen den Segen fürs neue Jahr. Caspar, Melchior und Balthasar halten aber nicht nur das Brauchtum lebendig, ihr Einsatz gibt vielen benachteiligten Menschen in Armutsregionen der Welt neue Hoffnung. Mit den Spenden werden von der Dreikönigsaktion der Katholischen Jungschar jährlich rund 500 Hilfsprojekte unterstützt.

 (Foto: Jack Haijes)
(Foto: Jack Haijes)

Generationen von Sternsingern haben seit den Anfängen im Jahr 1954/55 rund 560 Millionen Euro an Spenden gesammelt. Im Vorjahr wurde die Schwelle von 20 Millionen Euro an Spenden überschritten, davon wurden über 4 Millionen Euro in Oberösterreich gespendet.

„Es ist einzigartig, dass sich Kinder und Jugendliche zum Jahreswechsel für die weihnachtliche Friedensbotschaft und eine gerechte Welt einsetzen. Sternsingen ist so eine einmalige Bewegung, die lebendiges Brauchtum mit dem gemeinsamen Einsatz für menschenwürdiges Leben verbindet - für Nahrungssicherheit und sauberes Trinkwasser, für Schulbildung und für den Schutz der Menschenrechte und der Natur“, erklärt Jana Hofer von der Katholischen Jungschar der Diözese Linz.

85.000 Kinder und Jugendliche setzen sich mit Unterstützung von 30.000 Erwachsenen in ganz Österreich für ein würdiges Leben in den Armutsregionen der Welt ein. Inhaltlicher Schwerpunkt von Sternsingen 2026 ist Tansania.

Gemeinsam unterwegs für ein besseres Leben in Tansania

In dem ostafrikanischen Land kämpfen viele Menschen täglich ums Überleben. Hunger, Wassermangel und Armut bestimmen den Alltag ganzer Familien. Die Böden sind ausgetrocknet, das Wissen über nachhaltige Anbaumethoden fehlt vielerorts. Die Klimakrise verschärft die Lage dramatisch: Dürreperioden, plötzliche Überschwemmungen und Schädlingsbefall machen die Landwirtschaft unberechenbar.

Vor allem Kinder leiden an Mangelernährung, diese bremst ihre körperliche und geistige Entwicklung. Viele müssen mit leerem Magen arbeiten, statt zu lernen. Bildung wird zum Luxus – ebenso wie medizinische Versorgung, die meist zu teuer oder zu weit entfernt ist.

Hoffnung schenkt HLDD (Human Life Defense Department), seit zwölf Jahren eine Partnerorganisation der Dreikönigsaktion. Mit Unterstützung im Biharamulo Distrikt in Tansania verändern Menschen in der Landwirtschaft ihr Leben selbst. Durch nachhaltige Anbaumethoden, vor allem von Matoke (Kochbananen), und gesicherte Nahrung entsteht eine bessere Zukunft.

Pater Godfrey Baraka Rusasa, Direktor von HLDD: „Die Arbeit von HLDD unterstützt in einem Projektzyklus über drei Jahre hinweg rund 120 Familien, das sind ungefähr 1000 Menschen. Durch den nachhaltigen Anbau von Bananen ist die Nahrung für die Kinder gesichert. Die zusätzlichen Bananen können dann verkauft werden oder durch weitere Verarbeitung zusätzliches Einkommen generieren.“  So entstehen etwa traditionelle Kleidungsstücke, Briefpapier oder Sitzmatten. 

Esther Magambo, Finanzberaterin von HLDD: „Das Sternsingen macht einen echten Unterschied. Eure Hilfe bringt Familien und vor allem Kindern in Tansania Hoffnung, Bildung und bessere Lebensbedingungen. Durch die Unterstützung von HLDD können Kinder wieder strahlen, sie haben genug zu essen und Schuhe für den Schulweg“, sagte sie. In Zukunft sollen die Kinder der Projektfamilien auch spezielle, aus recycelten Zementsäcken gefertigte Schultaschen erhalten. Mit einem kleinen Solarmodul auf der Oberseite und einer Taschenlampe, die damit aufgeladen werden kann, haben sie dann die Möglichkeit, auch im Dunkeln zu lernen oder zu lesen.

„Das Sternsingen gibt den Menschen Hoffnung, die realisierbar ist. In 17 Ländern weltweit bewirkt das Sternsingen für Menschen Veränderung und Hoffnung auf ein besseres Leben“, beschreibt Luggi Frauenberger, Bildungsreferent der Dreikönigsaktion der Katholischen Jungschar, die Wirksamkeit vom Sternsingen weltweit.


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