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OÖ. Ab 2. August 2021 gilt eine Richtlinie der EU, die Mindestziele für emissionsarme und emissionsfreie Fahrzeuge vorgibt. Davon sind insbesondere Busse betroffen. ÖBB Postbus und der Oberösterreichische Verkehrsverbund (OÖVV) testen daher wie berichtet bis einschließlich 8. April einen Elektrobus.

von links: Franz Polzinger (ÖBB Postbus), Herbert Kubasta (OÖVV), Landesrat Günther Steinkellner und Peter Schmolmüller (ÖBB Postbus) präsentieren den Elektrobus, der derzeit auf verschiedenen Buslinien getestet wird. (Foto: Land OÖ/Daniel Kauder)

ÖBB Postbus und OÖVV testen seit 30. März einen Elektrobus auf seine Alltagstauglichkeit. Die damit gemachten Erfahrungen, sowohl innerstädtisch als auch im regionalen öffentlichen Verkehr, sollen eine wichtige Grundlage für den künftigen Einsatz im Linienverkehr bilden. Ziel sei es laut Infrastruktur-Landesrat Günther Steinkellner (FPÖ), dass marktreife und praxistaugliche Produkte entstehen. „Zweifelsfrei steht der Mobilitätssektor vor einem Wandel. Wir sehen uns in der Verantwortung, mit der Reduktion von Luftschadstoffen und der Dezimierung von Lärm einen wichtigen Beitrag zu leisten. Die Chance, unsere Heimat zukunftsfit und leistungsfähig zu gestalten, wollen wir bestmöglich nutzen, weshalb wir mit unseren Partnern gemeinsam großes Interesse beim Testen nachhaltiger Mobilitätsprodukte zeigen“, führt Steinkellner aus.

Clean Vehicle Directive (CVD)- Richtlinie

Hintergrund des Tests ist die Clean Vehicle Directice (CVD)-Richtlinie der Europäischen Union, die verbindliche Mindestziele für emissionsarme und emissionsfreie Fahrzeuge beschloss. Davon sind vor allem Busse im Öffentlichen-Personen-Nahverkehr (ÖPNV) betroffen. Die neuen Vorgaben gelten ab 2. August 2021 und verpflichten die öffentliche Hand dazu, dass ein Teil der angeschafften Fahrzeuge zukünftig emissionsarm oder emissionsfrei sein muss. Im Detail gibt es zwei Referenzzeiträume. Von 2. August 2021 bis 31. Dezember 2025 liegen die Mindestziele für emissionsarme und emissionsfreie Busse im ÖPNV bei 45 Prozent. Zwischen 1. Jänner 2026 bis Ende 2030 soll die Quote auf 65 Prozent erhöht werden. „Diese Zielsetzungen stellen uns vor gewaltige Herausforderungen. Es mag zwar eine skizzenhafte Reiseroute für diese Abenteuerfahrt geben, aber ohne praxistaugliche und marktfähige Fahrzeuge und dazugehörige Infrastruktur kann die Reise nicht beginnen. Ohne zahlreiche grüne Scheine wird es keinen grünen-Deal geben können“, gibt Steinkellner zu bedenken.


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