Trinkwasserexperten des OÖ. Roten Kreuzes stellen nachhaltige Versorgung im Notfall sicher
KIRCHDORF AN DER KREMS/WELS/OÖ. Dürre, Hochwasser, Hitzewellen: Prognosen zufolge nehmen auch in unseren Breitengraden extreme Naturereignisse massiv zu. Trockene, zu heiße Tage, heftige Regenfälle und Hochwässer erschweren den Zugang zu sauberem Trinkwasser. Anlässlich des Welttags des Wassers am 22. März macht das OÖ. Rote Kreuz auf das Thema „Trinkwasser-Versorgung“ aufmerksam.

Heftige Regenfälle, golfballgroße Hagelkörner, Gewitterstürme, vermurte Hänge, verdorrte Wiesen und ausgetrocknete Brunnen: Die ganze Welt kämpft mit der globalen Klimaerwärmung. Prognosen zufolge steigt die Jahresmitteltemperatur in Oberösterreich von derzeit rund 7,9 Grad bis 2050 auf mindestens 9,2 Grad Celsius. Laut bayerischem Klimareport müsse Oberösterreich bis zum Jahr 2100 mit rund 40 Hitzetagen pro Jahr rechnen – zehnmal so viele, wie es derzeit sind. Besonders betroffen seien Städte, in denen die Luft aufgrund fehlender Grünanlagen auch nachts nur schwer abkühlt.
Wasserverteil-Kits stationiert
Mit längeren Dürrephasen stellt das eine Herausforderung für die Wasserversorgung einzelner Regionen dar. Bereits jetzt könne es immer wieder bei einzelnen Haushalten, Dörfern oder in Gemeinden zu Trinkwasser-Engpässen kommen. Um zu reagieren, stationierte das OÖ. Rote Kreuz in Freistadt, Steyr, Ried, Vöcklabruck und Linz standardisierte Wasserverteil-Kits, bestehend aus Wasserbehälter und Verteil-Ausrüstung.
Versorgungsstationen: 2.000 Liter Trinkwasser
„Die Versorgungsstationen sind für 2.000 Liter Trinkwasser ausgelegt, immer und überall einsetzbar sowie garantieren schnelle Hilfe“, erklärt Karl Radner aus Kirchdorf an der Krems. Der 60-Jährige ist Bademeister der Stadtgemeinde und engagiert sich seit vielen Jahren im Katastrophenhilfsdienst im OÖ. Roten Kreuz, war schon bei zahlreichen Übungen und Einsätzen dabei und ist seit mehr als 30 Jahren freiwilliger Rettungssanitäter.
Trinkwasser-Basiskurse
Laufend veranstaltet das OÖ. Rote Kreuz Trinkwasser-Basiskurse, um interessierten Personen die Möglichkeit zu geben, sich freiwillig im Katastrophenhilfsdienst zu engagieren.
Sauberes Wasser und Hygiene entscheiden über Leben und Tod
Besonders in den Katastrophen- und Krisengebieten der Erde ist trinkbares Wasser für viele Menschen Mangelware. Mit dem gebürtigen Welser Georg Ecker befindet sich ein Trinkwasserspezialist in der Ukraine, um mit einem Assessment Team vom Internationalen Roten Kreuz (IKRK) in weiterhin zugänglichen Gebieten den Hilfsbedarf in der Wasserversorgung zu evaluieren und Geflüchtete mit Trinkwasser zu versorgen.
2,1 Milliarden Menschen ohne Zugang zu sauberem Trinkwasser
Weltweit haben rund 2,1 Milliarden Menschen keinen Zugang zu sauberem Trinkwasser. Experten aus aller Welt setzen alles daran, die Lage für die an den Rand ihrer Existenz gedrängten Menschen zu verbessern. „Unsere international gefragten Trinkwasserspezialisten leisten einen wertvollen Beitrag“, sagt OÖ. Rotkreuz-Präsident Walter Aichinger.
Daten und Fakten zum Wasserverbrauch (Quellen: bmlrt.gv.at, Land OÖ) Der durchschnittliche Oberösterreicher verbraucht 130 Liter Wasser pro Tag Jeder Mensch nimmt täglich ca. 2 Liter Trinkwasser zu sich Im Bundesland gibt es 5.300 Trinkwasserversorgungsanlagen. Diese versorgen rund 1,4 Millionen Oberösterreicher Durchschnittlicher Wasserverbrauch pro Haushalt o 27 % Wasserhähne in Bad, WC, Küche etc. o 25 % WC-Spülung o 19 % Dusche o 10 % Waschmaschine o 9 % Außenbereich Pflanzen o 5 % Außenbereich Pool o 3 % Badewanne o 2 % Geschirrspüler


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