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66.000 Verletzte bei Sport- und Freizeitaktivitäten im Sommer: Fußballspielen ist Hauptursache

Tips LogoMaya Lauren Matschek, 12.08.2024 10:11

Ö/OÖ/WIEN/ENNS. Mit 66.000 verletzten Österreichern bei Sport- und Freizeitaktivitäten rechnet der Fachbereich Sport- und Freizeitsicherheit, im Wiener Kuratorium für Verkehrssicherheit (KFV), diesen Sommer. Das entspricht 1.000 mehr Verletzte als im Vorjahr. Sportarten wie Fußball, Wandern und Mountainbiken seien mit besonderer Vorsicht zu genießen. Das Unfallpräventions-Institut KFV betont die Notwendigkeit von Sicherheitsvorkehrungen und gibt Tipps.

  1 / 2   Verletzungen beim Fußballspielen machen 14 Prozent aller Sportverletzungen in den Sommermonaten aus. (Foto: matimix - stock.adobe.com)

Verletzungen beim Fußballspielen machen 14 Prozent aller Sportverletzungen in den Sommermonaten aus und ist laut KFV deshalb auch die Hauptursache für Verwundungen im Sport. Die intensiven Zweikämpfe und dynamischen Richtungswechsel führen zu zahlreichen Unfällen. Das Kuratorium erwartet in der warmen Jahreszeit österreichweit mehr als 9.000 verletzte Fußballspieler.

Um das Risiko zu minimieren, empfiehlt Johanna Trauner-Karner, Leiterin des Fachbereichs Sport- und Freizeitsicherheit im KFV,

  • eine gute Vorbereitung durch Kraft-, Ausdauer-, und Koordinationstraining
  • das Tragen spezieller Schutzausrüstung
  • fußballspezifisches Aufwärmen
  • ausreichend Erholung.

Beim Wandern Wetter laufend checken

Mit 70 Prozent sind Frauen von Wanderunfällen häufiger betroffen als Männer (30 Prozent), berichtet das KFV. Im Sommer des Vorjahres mussten mehr als 4.000 Personen deshalb im Krankenhaus behandelt werden.

Wichtig in der Unfallprävention:

  • knöchelhohe, feste Schuhe tragen
  • vor und auch nach Aufbruch zu einer Tour den Wetterbericht laufend verfolgen
  • Wärmegewitter können den Untergrund rutschig machen - aufziehende Wolken stets im Auge behalten.

Geschwindigkeit bei E-Bikes anpassen

E-Mountainbikes werden immer beliebter. Die elektronische Tretunterstützung erhöht aber nicht nur die Bequemlichkeit, sondern sorgt auch für erhöhtes Tempo, was nach Berechnungen des KFV diesen Sommer zu mindestens 2.000 Verletzten führt. Fahrfehler und Fehleinschätzungen gehören dabei zu den häufigsten Unfallursachen.

Um das Risiko zu verringern, sind

  • eine verbesserte Fahrtechnik,
  • angepasste Geschwindigkeit,
  • und passende Schutzausrüstung

essenziell.

Bei Hitze genügend trinken, pralle Sonne meiden

Hitzewellen im Sommer können zu sinkenden Blutdruck, Salz- und Flüssigkeitsverlust führen. Im schlimmsten Fall kommt es zu einem Hitzeschlag oder sogar zum Tod. Seit 2017 starben in Österreich insgesamt 1.634 Menschen durch Überhitzung.

Wichtig ist es daher,

  • ausreichend zu trinken,
  • die pralle Sonne zu meiden,
  • geeignete Kleidung (Sonnenhut, Sonnenbrille, Käppi)
  • sowie Sonnenschutz (Sonnencreme) zu tragen.
  • Sportliche Aktivitäten sollen in die Morgen- oder Abendstunden verlegt werden.

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