Hundekot und Müll gefährden Tiere: Landwirtschaftskammer OÖ fordert mehr Rücksicht
OÖ. Verschmutzte Wiesen entlang von Spazierwegen sind auch in Oberösterreich keine Seltenheit. Was viele als bloßes Ärgernis wahrnehmen, kann für landwirtschaftliche Betriebe und Tiere ernste Folgen haben. Darauf macht die Landwirtschaftskammer (LK) OÖ aufmerksam und appelliert Rücksicht zu nehmen.

Besonders problematisch ist Hundekot auf Grünflächen. Dieser kann Parasiten enthalten, die bei Rindern die Krankheit Neosporose auslösen. Die Folgen: Fehlgeburten, Totgeburten oder lebensschwache Kälber – oft ohne Behandlungsmöglichkeit.
„Unsere Bäuerinnen und Bauern wollen sichere Lebensmittel erzeugen. Dazu gehört, dass auf den Wiesen kein Hundekot liegt, schon aus Respekt gegenüber unseren Tieren“, betont LK OÖ-Präsident Franz Waldenberger. Sein Appell: Hunde anleinen, auf Wegen bleiben und das „Sackerl fürs Gackerl“ nutzen.
Metall und Plastik im Futter
Neben Hundekot stellt auch achtlos entsorgter Müll ein Problem dar. Besonders Getränkedosen und Plastikflaschen werden bei der Ernte zerkleinert und gelangen über das Futter in die Mägen der Tiere.
Die Dimension ist erheblich: Allein entlang von Autobahnen und Schnellstraßen wurden laut Asfinag im Jahr 2024 rund 9.000 Tonnen Müll eingesammelt. „Unsere Felder sind keine Müllkippe. Wer Verpackungen oder auch Zigarettenstummel aus dem Autofenster wirft, gefährdet Tiergesundheit, Umwelt und das Einkommen in der Landwirtschaft“, sagt Waldenberger. „Rücksicht und Verantwortungsbewusstsein sind hier unverzichtbar, denn sie bilden die Grundlage für ein gutes Miteinander auf dem Land.“
Einfache Maßnahmen im Alltag
Die Landwirtschaftskammer ruft daher zu mehr Verantwortungsbewusstsein auf. Es gehe nicht um Verbote, sondern um einfache Maßnahmen im Alltag: Müll mitnehmen, Pfandflaschen zurückgeben, Hundekot entfernen und Wege nutzen.


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