Oberösterreichs Schüler lernen, Leben zu retten
OÖ/PASCHING. Rund 5.500 Schüler übten von Schulbeginn bis zum Welttag der Wiederbelebung am 16. Oktober, wie sie bei einem Atem-Kreislauf-Stillstand helfen können. Die Initiative „Schüler retten Leben“ setzt auf regelmäßiges Training im Klassenzimmer.

Die Schüler lernen, Bewusstsein und Atmung zu prüfen, den Notruf 144 zu wählen und sofort mit der Herzdruckmassage zu beginnen. Das oberösterreichische Jugendrotkreuz und der Österreichische Rat für Wiederbelebung setzen sich seit 2018 dafür ein, diese Maßnahmen im Schulalltag zu verankern.
Zwei Unterrichtseinheiten pro Schuljahr
Das Angebot richtet sich an Schulen ab der fünften Schulstufe. In zwei Unterrichtseinheiten pro Schuljahr können Schüler die Wiederbelebung üben, etwa in Biologie oder Sport. Bis zum Ende der Pflichtschulzeit oder bis zur Matura soll das Training regelmäßig wiederholt werden. Dafür bildet das Jugendrotkreuz Erste-Hilfe-Lehrbeauftragte fort, die anschließend mit ihren Schülern üben. Im vergangenen Schuljahr nahmen 29.947 Schüler an der Initiative teil.
Frühe Hilfe kann Leben retten
Nach Angaben des Österreichischen Rates für Wiederbelebung erleiden jährlich rund 12.000 Menschen in Österreich einen plötzlichen Herzstillstand. Etwa 10.000 sterben. Würden mehr Laien sofort mit der Wiederbelebung beginnen, könnten jährlich mehr als 1.000 Menschen zusätzlich gerettet werden.
„Erste Hilfe sollte so selbstverständlich sein wie Lesen, Schreiben oder Rechnen. Je früher junge Menschen lernen, wie Wiederbelebung funktioniert, desto selbstverständlicher können sie im Ernstfall handeln“, sagt der oberösterreichische Rotkreuz-Präsident Gottfried Hirz.
Informationen und Termine für Erste-Hilfe-Kurse gibt es unter www.erstehilfe.at.








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