So werden Oberösterreichs Sportvereine und Spitzensportler 2020/21 unterstützt
OÖ. Das Jahr 2020 war für den Sport eine große Herausforderung. Derzeit ist Spitzensport möglich, Breitensport aber nicht. Welche Maßnahmen zur Unterstützung gesetzt wurden und was die Branche 2021 plant , informieren Landeshauptmann Thomas Stelzer und Wirtschafts- und Sport-Landesrat Markus Achleitner.

Die Corona-Pandemie und der damit verbundene Stopp im Sportbereich haben die Sportler, Vereine und Verbände massiv getroffen. So fielen etwa Einnahmen durch Veranstaltungen weg. „Wir haben daher in zahlreichen Gesprächen und Videokonferenzen mit Vizekanzler und Sportminister Werner Kogler auf eine nachhaltige, starke finanzielle Hilfe für unsere Vereine und Verbände gedrängt. Schließlich wurde mit dem 700 Millionen Euro starken NPO-Fonds tatsächlich ein sehr gutes Paket geschnürt – und auch die Abwicklung, so die Rückmeldungen bislang, läuft sehr rasch und gut“, sagt Wirtschafts- und Sport-Landesrat Markus Achleitner. Er geht davon aus, dass der NPO-Fonds auch 2021 zur Verfügung stehen werde.
Förderzusagen für 638 Vereine
Bis Anfang Dezember haben bereits 638 oberösterreichische Sportvereine aus dem Breitensport Zusagen für eine finanzielle Unterstützung aus dem Fonds erhalten. Die Summe beträgt insgesamt 6,7 Millionen Euro, von denen bisher 5,7 Millionen Euro ausbezahlt wurden.
Für Profivereine wurde ein eigener Fördertopf in der Höhe von 35 Millionen Euro geschaffen, der über die Bundessportförder- GmbH abgewickelt wird. Eingeschlossen sind die 1. und 2. Bundesliga für Fußball, Eishockey sowie Team-Ballsportarten wie Basketball, Volleyball, Handball und Hockey.
Offene Sportstätten für den Leistungssport
Darüber hinaus hat das Sportland Oberösterreich seit März verschiedene Maßnahmen für Vereine und Sportler gesetzt. So müssen etwa bereits ausbezahlte Förderungen für Veranstaltungen nicht zurückgezahlt werden, Projekte können verlängert oder verschoben werden ohne die Unterstützung zu verlieren. Für erlaubte Spitzen- und Leistungssportler waren und sind sowohl das Olympiazentrum Oberösterreich als auch die Leistungssportzentren in Betrieb. Zudem wurde das Sportbudget 2020/21 des Landes Oberösterreich um vier Millionen Euro erhöht. „Investitionen in die Sportinfrastruktur sind gerade in Zeiten wie diesen doppelt wirksam: Für den Sport, aber insbesondere auch für die regionale Wirtschaft. Das sichert Arbeitsplätze und schafft regionale Wertschöpfung“, sagt Landeshauptmann Thomas Stelzer (ÖVP).
Pläne für 2021
Für die nächsten Jahre sind bereits einige weitere Investitionen geplant. So wird 2021 beispielsweise eine Volleyballhalle in Ried im Innkreis realisiert, ab Juni oder Juli 2021 soll die Sporthalle beim Olympiazentrum in Linz saniert und ausgebaut werden. Der Hintergrund des Beginns ist, dass die Spitzensportler bis zum Start der Olympischen Spiele am 23. Juli noch ungestört trainieren können sollen. Insgesamt sieht die „Sportstrategie Oberösterreich 2025“ 35 Maßnahmenpakete mit 150 Einzelmaßnahmen vor, von denen bisher mehr als 90 umgesetzt wurden oder noch in Planung sind.
Qualifikationen für Olympia
Zudem wurden bereits einige Termine für Sportveranstaltungen festgelegt wie der Granitmarathon in Kleinzell von 22. bis 23. Mai, die OÖ. Junioren-Radrundfahrt von 23. bis 25. Juli und als Highlight die verschobenen Olympischen Sommerspiele in Tokio von 23. Juli bis 8. August. Mit Stand Dezember haben sich von Oberösterreichs Sportlern in der Leichtathletik Verena Preiner, Lukas Weißhaidinger und Ivona Dadic qualifiziert, im Schwimmen Bernhard Reitshammer. Ebenfalls für Olympia qualifiziert sind das Damen-Nationalteam im Tischtennis, voraussichtlich mit Sofia Polcanova, Liu Jia, Yuan Liu und Karoline Mischek, im Reiten Lea Siegl und das Dressur-Team mit Stefan Lehfellner, Ulrike Brunnthaler und Astrid Neumayer. Für die Paralympics hat sich Yvonne Marzinke (Rad) qualifiziert. Einige weitere Sportler haben ebenfalls noch eine Chance, um an Olympia 2021 teilzunehmen.
Das Sportland OÖ fördert im Olympiamodell derzeit 111 Athleten, die in einem von fünf Leistungs-Kadern eingestuft sind. Darüber hinaus werden in Form einer dualen Ausbildung 362 ausgewählte Nachwuchsleistungssportler aus 26 Sportarten unterstützt.


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