Touristiker rüsten sich für einen Ausnahme-Winter
SALZKAMMERGUT. Aufgrund des Engagements der Tourismusbetriebe, des konsequenten Handelns der Behörden und der Disziplin der Gäste ist die Sommersaison besser verlaufen als infolge von Corona befürchtet wurde. Nun rüstet man sich auch für eine trotz Pandemie erfolgreiche Wintersaison.

Der heurige Tourismus-Winter wird anders als bisher gewohnt. Die bereits gültigen Sicherheitsmaßnahmen im Bereich der Gastronomie und Hotellerie werden auch im Winter ihre Gültigkeit haben. Das von der Bundesregierung vorgestellte Maßnahmenpaket reicht allerdings über den Wintersport hinaus. Denn die Botschaft, dass Adventmärkte unter der Einhaltung strenger Sicherheitskonzepte stattfinden können, ist vor allem für den Kultur- und Städtetourismus eine gute Botschaft in herausfordernden Zeiten. „Es braucht einen Zuständigen, Besucherleitsysteme, die Möglichkeit für genügend Abstand vor allem bei der Konsumation“, sagt Bundesministerin für Landwirtschaft, Regionen und Tourismus Elisabeth Köstinger.
„Hier weiß man in der Region am besten, was es braucht. Adventmärkte sind Teil der Lebenskultur“, sagt Gesundheitsminister Rudi Anschober.
Vorbereitung auf Winter-Tourismus
Auch Georg Quehenberger, Prokurist der Dachstein Tourismus AG, zeigt sich optimistisch: „Wir haben bereits die Erfahrungen aus dem Sommerbetrieb 2020 unserer vier Sommerbahnen am Dachstein Krippenstein, Gosaukammbahn, Feuerkogel und Grünberg und haben durch die Pressekonferenz der Regierung die Maßnahmen für den bevorstehenden Winter erfahren. Wir warten nun auf die schriftlichen, detaillierten Infos und werden alles Notwendige unternehmen, um unseren Gästen ein sicheres Skivergnügen zu bieten. Das Wichtigste ist der Mund-Nasen-Schutz in der Seilbahn und ein Meter Abstand beim Anstellen. Wir beschäftigen uns derzeit verstärkt mit dem Thema und werden Maßnahmen, die jetzt in den nächsten Tagen und Wochen ausgearbeitet werden, auch umsetzen.“
Teilnehmer-Begrenzung
In der Skischule Gosau laufen die Vorbereitungen für die Corona-Wintersaison auf Hochtouren. „Auch wir halten uns an die Vorgaben des Skilehrerverbandes. Zudem werden unsere Gruppen maximal acht Personen enthalten und unsere Skilehrer einem wöchentlichen Corona-Test unterzogen“, erzählt Skischul-Besitzer Rudi Stricker im Gespräch mit Tips und ergänzt: „Was es heuer jedoch nicht geben wird, sind die gewohnten Kurse mit Mittagsbetreuung in den Hütten. Die täglichen Kurse werden heuer somit nur je drei Stunden dauern.“ Die legendären Abschlussrennen werden aber wie gewohnt stattfinden. Der Zeitrahmen wird jedoch erweitert, damit es zu keinen Staus und Menschenansammlungen kommen kann. Auf die große Sieger-Party müssen die Teilnehmer allerdings verzichten. Die Preisverleihung erfolgt dann in der Skigruppe durch den Skilehrer.
Längeres Mittagsgeschäft statt Après-Ski
Gastronom und Betreiber der „freeride-Bar“ Florian Rettenegger setzt heuer verstärkt auf das Geschäft zu Mittag: „Wir haben bereits in der letzten Saison mehr Sitzplätze geschaffen und werden diese heuer nochmals erweitern. Zudem vergrößern wir unser Speisenangebot und möchten damit die Mittagszeit verlängern. Auch wenn es den beliebten Après-Ski im heurigen Winter nicht geben wird, freue ich mich auf die kommende Saison und Blicke dieser optimistisch entgegen.“


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