Stelzer/Van der Bellen: "Mithilfe aller Landsleute gefragt"
OÖ/WIEN. Um aus der Krise zu kommen, brauche es Besonnenheit, ein gemeinsames Handeln in der Politik und die Mithilfe aller Landsleute. Das halten Bundespräsident Alexander Van der Bellen und Oberösterreichs Landeshauptmann Thomas Stelzer nach einem Arbeitsgespräch am Dienstag, 17. November, fest.

Aufgrund der Maßnahmen der Regierung wurde das Treffen nicht wie ursprünglich geplant in der Hofburg durchgeführt, sondern fand in Form eines längeren Telefonats statt. Dabei wünschte der Landeshauptmann dem Bundespräsidenten eine rasche vollständige Genesung nach seinem Sturz und zeigte sich erfreut, dass er die Amtsgeschäfte wieder aufnehmen konnte. Zentrale Inhalte des Telefonats waren im Folgenden die aktuellen Herausforderungen rund um die Corona-Pandemie wie die Situation in den Krankenhäusern und Schulen.
„Lage kritisch, aber noch bewältigbar“
„Aus Gesprächen mit Ärztinnen und Ärzten weiß ich, dass die Situation in den Krankenhäusern äußerst angespannt ist. Die Lage ist kritisch, aber noch bewältigbar. Wir müssen jetzt alle gemeinsam das tun, was notwendig ist. Niemand hat sich einen Lockdown gewünscht, dennoch müssen wir derzeit die direkten Treffen massiv einschränken. Dann kommen wir gut durch diese Gesundheitskrise“, hielt Alexander Van der Bellen dazu fest. Weiterhin gewährleistet sein müsse, dass alle Österreicher zu jeder Zeit die beste medizinische Versorgung erhalten, ergänzt Stelzer: „Wir müssen die Gesundheit schützen und die Wirtschaft unterstützen, damit Arbeitsplätze gesichert werden. Mit einem klarem Kurs und ruhiger Hand wird uns das gelingen“.
„Betreuung für alle Kinder, die sie benötigen“
Als weitere gegenwärtige Herausforderung sehen der Bundespräsident und der Landeshauptmann die Umstellung auf das Lernen von Zuhause. „Alle Kinder, die eine Betreuung in den Bildungseinrichtungen benötigen, werden sie auch bekommen. Wir ermutigen auch alle Eltern dieses Angebot zu nutzen, wenn Sie das Gefühl haben, dass ihre Kinder pädagogische Unterstützung benötigen. Oberstes Ziel muss jedenfalls sein, dass die Bildungsschere nicht weiter aufgeht“, meint Stelzer. Nach einer ersten Abfrage nehmen 20 bis 25 Prozent der Volksschüler Betreuung in Anspruch.
Damit das Land gut durch die Krise komme, brauche es Besonnenheit, ein gemeinsames Handeln in der Politik und die Mithilfe aller Landsleute, betonen Stelzer und Van der Bellen abschließend.


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