Bauernbund behält die Spitzenposition
OÖ/BEZIRK GMUNDEN. Der Bauernbund bleibt nach dem Ergebnis am Sonntag mit 24 Sitzen weiter die stärkste Gruppe in der Vollversammlung der Landwirtschaftskammer, trotz eines Minus von 1,3 Prozent bei den Stimmen. Insgesamt hält man immer noch bei knapp 65 Prozent. Mit Michaela Langer-Weninger ging erstmals eine Frau als Spitzenkandidatin für den Bauernbund ins Rennen.

Mit wenigen Überraschungen endete die heutige Landwirtschaftskammerwahl in Oberösterreich. Der Bauernbund hat zwar ein Minus von 1,3 Prozent der Stimmen (insgesamt knapp über 65 Prozent), ist aber weiter die größte Gruppe in der Vollversammlung der Landwirtschaftskammer
Mandats-Zuwachs für schwarzen Bauernbund in Traunkirchen
Bei der Landwirtschaftskammerwahl 2021 konnte der Bauernbund (ÖVP) von Traunkirchen sieben der sieben möglichen Mandate für sich gewinnen. Bei einer Wahlbeteiligung von 47,48 Prozent konnte der Bauernbund Traunkirchen 78,79 Prozent der Stimmen (plus ein Mandat) auf sich vereinen. Auf die SPÖ und die Grünen entfielen je 7,58 Prozent, auf den Unabhängigen Bauernverband 4,55 Prozent und auf die Freiheitlichen Bauern 1,52 Prozent der Stimmen.
Traunkirchens Bauernbundobmann Stephan Wolfsgruber trat erstmals als Spitzenkandidat an. Er hat ein motiviertes Team um sich, das sich in den nächsten Jahren für die Anliegen der Land- und Forstwirte, sowie aller, die in diesem Bereich arbeiten, einsetzen wird. „Dass wir alle Mandate im Ortsbauernausschuss stellen, freut mich sehr. Das ist aber auch eine hohe Verantwortung. Ich werde ein Ansprechpartner für alle Land- und Forstwirte in unserer Gemeinde sein. Ich reiche allen die Hand und freue mich auf die Zusammenarbeit“, betont Wolfsgruber.
Für Ortschef Christoph Schragl und Vizebürgermeister Andreas Moser sind die Land- und Forstwirte, sowie alle die im Bereich der Land- und Forstwirtschaft arbeiten wesentliche Grundpfeiler einer Gemeinde. „Die Bauernschaft versorgt uns mit Top-Lebensmitteln, sie pflegt unsere Kulturlandschaft und leistet einen großen Beitrag innerhalb der Gemeinde“, ist Schragl dankbar.
Auch am Wolfgangsee führt Bauernbund die Spitze an
Mit einem eindrucksvollen Erfolg gewinnt der St. Wolfganger ÖVP-Bauernbund die Landwirtschaftskammerwahl in der Wolfgangseegemeinde. Mit einem Stimmenzuwachs von knapp 15 Prozent kann sich das Team von Ortsbauernobmann Josef Eisl „Russbacher“ sechs der sieben Mandate im Ortsbauernausschuss sichern. „Wir sind sehr dankbar, dass uns die St. Wolfganger Bauernschaft mit einem derart großen Vertrauenvorschuss ausgestattet hat“, so der eindrucksvoll bestätigte bisherige und auch zukünftige Obmann Josef Eisl.
Mit einem Verlust von über 40 Prozent der Stimmen mussten die SPÖ-Bauern mit Spitzenkandidat Wolfgang Peham eine herbe Niederlage einstecken. Dieser deutliche Vertrauenverlust spiegelt sich auch in der Mandatsverteilung des zukünftigen Bauernausschusses wider, wo die Mandatszahl der SPÖ halbiert wurde. „Und selbst dieses eine Mandat ist nur recht schwach abgesichert“, berichtet der St. Wolfganger Bauernbundobmann und Vizebürgermeister Sept Kogler, dass die SP-Bauern nur ganz knapp den Einzug in den Ortsbauernausschuss geschafft haben. Für Kogler hat der Bauernbund durch seine gute Arbeit für die St. Wolfganger Bauern mehrere ehemalige SP-Wähler zurückgewinnen können.
Rote und blaue Bauern landesweit Wahlverlierer
Als Wahlverlierer müssen sich wohl die roten und die blauen Bauern bezeichnen. Die Freiheitlichen Bauern verlieren drei Prozent und damit eines ihrer bisher drei Mandate, die SPÖ Bauern auch ein Mandat. Sie sind mit nur noch einem Sitz jetzt die kleinste Fraktion in der Landwirtschaftskammer-Vollversammlung.
Amtliches Endergebnisses erst in einigen Tagen
Die Hauptwahlbehörde zur OÖ Landwirtschaftskammerwahl wird das offizielle amtliche Endergebnis am 3. Februar 2021 feststellen. Die aktuell präsentierten Zahlen sind vorläufig, können sich aber nur noch geringfügig ändern.


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