Walter Lederhilger wird Genossenschaftsanwalt des Raiffeisenverbandes OÖ
LINZ/OÖ. Walter Lederhilger soll im Juni zum neuen Genossenschaftsanwalt des Raiffeisenverbandes OÖ gewählt werden. Das haben Vorstand und Aufsichtsrat in der Sitzung am Donnerstag, 4. März einstimmig beschlossen. Lederhilger folgt auf Franz Reisecker, der 25 Jahre beim Raiffeisenverband OÖ tätig war.

Walter Lederhilger soll am 18. Juni 2021 beim OÖ. Landesgenossenschaftstag am 18. Juni 2021 zum neuen Genossenschaftsanwalt des Raiffeisenverbandes OÖ gewählt werden. Das gab der Raiffeisenverband OÖ am Donnerstag, 4. März bekannt. Lederhilger ist seit vielen Jahren in der Raffeisenbankengruppe OÖ aktiv. So steht er der Region Kirchdorf als Aufsichtsratsvorsitzender vor und ist Mitglied des Aufsichtsrates. Darüber hinaus ist er Landwirt und vertritt Interessen der Land- und Forstwirtschaft. „Die Mischung macht‘s – er ist der perfekte Kandidat, um als oberster Eigentümervertreter für die Interessen aller oberösterreichischen Raiffeisen-Genossenschaften einzutreten“, ist der bisherige Genossenschaftsanwalt Franz Reisecker überzeugt. Reisecker zieht sich nach 25 Jahren Tätigkeit beim Raiffeisenverband OÖ, neun Jahre davon als Genossenschaftsanwalt, zurück. Auch sein Nachfolger werde sich für die Anliegen und Ziele des Genossenschaftswesens einsetzen.
Genossenschaft soll als Rechtsform für neue Initiativen genutzt werden
„Mir ist es ein besonderes Anliegen, dass die oö. Raiffeisen-Genossenschaften weiterhin professionell vom Raiffeisenverband OÖ. betreut werden und die Genossenschaft als optimale Rechtsform auch für neue Initiativen verstärkt genützt wird“, hält der designierte Genossenschaftsanwalt Lederhilger fest.
Der Raiffeisenverband OÖ mit Sitz in Linz ist die Dachorganisation für das Genossenschaftswesen nach dem System Raiffeisen in Oberösterreich. Die kumulierte Bilanzsumme betrug im Vorjahr etwa 30 Milliarden Euro, die Umsatzerlöse liegen 2020 bei 2,9 Milliarden. 249 Genossenschaften mit mehr als 390.000 Personen sind Mitglieder der Dachorganisation. Viele zählen laut Raiffeisenverband OÖ zu systemrelevanten Unternehmen, zum Beispiel in der Lebensmittelerzeugung, als Energieversorger oder Finanzdienstleister. Zukünftig könnten vor allem im Energiebereich Genossenschaften gegründet werden. So wird es mit dem bevorstehenden Erneuerbaren-Ausbau-Gesetz (EAG) erstmals möglich, dass Besitzer von Photovoltaikanalagen ihren Überschussstrom nicht in das allgemeine Stromnetz einspeisen, sondern zum Beispiel direkt an Nachbarn in ihrem Einzugsgebiet liefern.


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