Tag der Pflege: Bessere Bedingungen für pflegende Angehörige nötig

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Anlässlich des Tags der Pflege fordern Landes- und Stadtpolitiker bessere Bedingungen für pflegende Angehörige. Dazu zählen etwa ein finanzieller Zuschuss und ein Anspruch auf Pensionsversicherung auch ohne vorangegangene Erwerbszeiten. (Foto: Volker Weihbold)
Wurzer Katharina Wurzer Katharina, Tips Redaktion, 12.05.2021 14:12 Uhr

LINZ/OÖ. Am Mittwoch, 12. Mai ist Tag der Pflege. Wie berichtet weisen Politiker und Initiativen auf Arbeitsbedingungen und Gehalt von Pflegekräften hin. Darüber hinaus werden auch Entwicklungsprojekte im Pflegebereich und pflegende Angehörige erwähnt. Laut Landeshauptmann Thomas Stelzer sollen die Bedingungen für pflegende Angehörige verbessert werden, zum Beispiel durch eine Pensionsversicherung ohne vorangegangene Erwerbszeiten.

„Wir werden auf dem Weg aus der Corona-Krise niemanden zurücklassen. Darauf können sich auch all jene verlassen, die in unserem Bundesland für gelebte soziale Verantwortung im Pflegebereich stehen – sei es als Beschäftigte in der Alten- oder Gesundheitspflege, in den Krankenhäusern, in den mobilen Diensten oder als pflegende Angehörige im Familienkreis. Zusammenhalt hat unser Bundesland immer stark gemacht und wird uns auch in der jetzigen Situation entscheidende Schritte vorwärtsbringen“, hält Landeshauptmann Thomas Stelzer (ÖVP) anlässlich des Internationalen Tages der Pflegenden am Mittwoch, 12. Mai, fest. Er spricht sich für ein „Alter in Würde“ aus. Menschen, die ein Leben lang hart gearbeitet hätten und jetzt auf Hilfe und Pflege angewiesen seien, würden nicht im Stich gelassen werden.

Pensionsversicherung und Zuschuss für pflegende Angehörige

Laut Stelzer soll die vom Bund angekündigte Pflegereform rasch umgesetzt werden. „Primär wird es im Sinne einer nachhaltigen Sicherung der Altenpflege-Strukturen stark darum gehen müssen, die Säule der ehrenamtlichen Pflegeleistung in den Familien abzusichern“, betont der Landeshauptmann. Zu den Vorschlägen der OÖVP zählen ein Pflege-Daheim-Bonus in Form einer Aufzahlung auf das Pflegegeld, ein arbeitsfreier Tag pro Monat für pflegende Angehörige inklusive einer zur Verfügung gestellten Ersatzpflege, aber auch eine höhere Einstufung einer Demenzerkrankung bei der Pflegegeldstufe. Darüber hinaus sollten Möglichkeiten der Selbst- und Weiterversicherung für pflegende Angehörige eingeführt werden und ein Anspruch auf Pensionsversicherung auch ohne vorangegangene Erwerbszeiten bestehen.

Zustimmung bekommt Stelzer dafür vom Linzer Vizebürgermeister Markus Hein (FPÖ), der sich ebenfalls für finanzielle Unterstützung sowie eine pensionsrechtliche Absicherung für pflegende Angehörige ausspricht. Zudem brauche es einen Ausbau mobiler Dienste und Kurzzeit-Unterbringungsmöglichkeiten in Alten- und Pflegeheimen, wenn beispielsweise die Pflegeperson ausfällt. Diese Möglichkeiten gibt es wie berichtet bereits. „Reagiert die Stadt nicht rasch und zielgerichtet auf die Entwicklung der älter werdenden Bevölkerung, droht ein verheerender Pflegenotstand. Es ist dringend notwendig Maßnahmen zu setzen, die die Pflege von pflegebedürftigen Linzerinnen und Linzern auch in den kommenden Jahren und Jahrzehnten sichern“, meint der Stadtpolitiker.

Fördertopf zur Unterstützung von Projekten

Bezüglich der Zukunft der Pflege im Bundesland weist Stelzer auf den Fördertopf zur Unterstützung von Forschungs- und Entwicklungsprojekten im Pflegebereich hin. Dieser besteht seit Jahresbeginn und soll dazu beitragen, dass beispielsweise digitale oder neue Pflegetechnologien zur Erleichterung des Alltags von pflege- oder betreuungsbedürftigen Personen, von Demenzkranken und ihren Betreuungspersonen entwickelt werden. Gefördert werden unter anderem Bereiche wie sensorische Überwachung, EDV, technische Assistenz und Robotik. Insgesamt stehen 400.000 Euro zur Verfügung. 

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